Zuschreibung : Ferdinand Mirwald (1872 Passau - Dachau 1948) : Winter im Städtchen. - Ölstudie

Zuschreibung : Ferdinand Mirwald (1872 Passau – Dachau 1948) :

[Winter im Städtchen]

Ölstudie, auf Leinwand, alt auf Pappe befestigt.
Oben rechts bezeichnet : F. Mirwald.

Darstellung/Leinwand : 15 × 23,5 cm.

Einige punktförmige Fleckchen. Die Signatur oben rechts (mit Bleistift) an einigen Stellen mit Kratzern – vorsichtshalber, aus Mangel an Vergleichsmöglichkeiten,
möchten wir die Studie Ferdinand Mirwald lediglich zuschreiben.

Eine feine Winterfarbstimmung, Nachmittag. Eher schon Spätwinter, der Schnee wird schon etwas mürbe und fahl.

Zu den Abbildungen : In natura sind die Farben deutlich frischer, das Gelb leuchtender, der Himmel hellblauer.

185 EUR





Gustav Schraegle (1867 Bürgel / Offenbach - 1925 Frankfurt/Main) : Blick aus dem Fenster

Gustav Schraegle (1867 Bürgel / Offenbach – 1925 Frankfurt/Main) :

Blick aus dem Fenster

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert und datiert : G. Schraegle.
Die letzte Ziffer ist nicht eindeutig lesbar : von 1912 bis 1919 gäbe es mehrere Möglichkeiten.

Erhaltung : Das Gemälde stärker angestaubt. An der Oberkante ganz kleine
Farbabsplitter. In der linken unteren Ecke Kratzer. – Am rechten Rand und unten deutliche Rahmenfalzbeschabung. (Eine Rahmung würde diese wieder überdecken).

Ansonsten keine Risse, Restaurierungen etc. (mit der Quarzlampe geprüft).
Die Leinwand völlig intakt, wie insbes. von der Rückseite her zu erkennen ist.

Zur Abbildung : Der sehr pastose Farbauftrag bedingt in der Digitalaufnahme eine gewisse Unruhe und Unklarheit (Lichtreflexe).

1885 bis 1891 an der Kgl. Kunstschule in Stuttgart Jakob Grünenwald, Gustav Igler und Friedrich Keller. Danach Übersiedlung nach Frankfurt a. M. (es entstehen v.a. Porträts, Landschaftsdarstellungen und Stillleben. Werke Schraegles befinden sich im Städel bzw. auch der Portraitsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung in Frankfurt. Kurz nach dem Tod wurde im dortigen Kunstverein zu seinen Ehren eine Gedächtnisausstellung veranstaltet. Gustav Schraegle war Mitglied im Deutschen Künstlerbund; gewann in der Weltausstellung in St. Louis 1904 eine Medaille.





Leopold Graf von Kalckreuth (1855 Düsseldorf-1928 Gut Eddelsen) : Mädchen auf dem Feld (Ölstudie), vor/bzw. um 1911

Leopold Graf von Kalckreuth (1855 Düsseldorf-1928 Gut Eddelsen) :

Bauernmädchen auf dem Feld (Studie)

Öl auf Malpappe (vor/um 1911),
unten rechts signiert : Kalckreuth d.J.
rückseitig verschied. Schenkungsnotizen, an erster Stelle wird erwähnt,
dass das Bild von Graf Kalckreuth 1911 erhalten wurde.

Bildmaß : 46,8 × 30,8 cm.

Teils ganz schwacher Oberflächenschmutz;
sehr vereinzelt auch minimale Bereibungen.

L. v. Kalckreuth war lange Jahre einflußreicher Lehrer an der Kunstschule Weimar sowie an den Kunstakademien in Karlsruhe und Stuttgart.





Hermann Eller (1925 Zwiesel – Deggendorf – Passau 2009) : Blumenstück. - Öl/Platte, signiert

Hermann Eller (1925 Zwiesel – Deggendorf – Passau 2009) :

Blumenstück

Öl auf Platte,
unten links signiert

Bildmaß/Lichte : 68 × 58 cm
Rahmen : 84 × 74 cm

Das Gemälde in sehr schöner Erhaltung.

Der aufwändige breite Vergolderrahmen an den sichtabgewandten Seitenschenkeln etwas berieben, teils auch wohl vom Rahmenmacher schon, um die sonst zu starke Farbigkeit abzubremsen.

Hermann Eller war u.a. Mitglied im 1966 gegründeten “Bayerwaldkreis”, der bis 1996 bestand. Weitere Künstler in der Vereinigung waren Karl Mader, Gerhard Michel, Hans Wölfl u. Josef Fruth. Die Gemeinschaft bestand bis 1996.

Vita : “Eller, Hermann, dt. Maler, Graphiker, *20.9.1925 Zwiesel, tätig in Deggendorf. Lehre als Elektromonteur. 1943/44 Soldat; ab 1945 frz. Kriegsgefangenschaft, dort Arbeit im Bergwerk und erste künstler. Betätigung. Ausst.-Beteiligung in Paris durch Vermittlung des Y.M.C.A. 1947/48 Besuch der Akad. in Lens (Schwerpunkt Portr. und Lsch.). Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft Kontakte zum Maler Karl Alexander Flügel in Ulrichsberg. 1954 Begegnung mit dem Erdinger Tiermaler Franz Xaver Stahl. 1958 erstmals Teilnahme an einer Ausstellung im Haus der Kunst, München. 1964 Einladung in die Villa Massimo nach Rom. Zahlr. Studienreisen, u.a. Toskana, Paris, Rom, Holland, Jugoslawien, Ägypten, Rumänien, Ungarn, Rußland, Griechenland, CSSR, Türkei. Malt 1967 zus. mit Edmund Steppes. 1976 Lehrgang für Lith. und Druckgraphik an der Stuttgarter Akademie bei Eugen Funk …”. (Wilhelm Amann, in : AKL XXXIII, 2002, 295). (SW: Bayerwaldmaler, aber nicht Mitglied der Donau-Wald-Gruppe / Gasthaus/Restaurant “Grauer Hase”).

Über H. Eller (aus naher Kenntnis) siehe auch Astrid Zitzelsberger-Eller, in Begleitpublikaton zur Sonderausstellung : Paul Paulus und sein Malerfreund Hermann Eller. – Prien, Galerie im Alten Rathaus, 1990.

800 EUR





Gustav Schneider (1910 Ingolstadt 1988) : Fort Etting. - Öl/Leinwand, 1943

Gustav (Gustl) Schneider (1910 Ingolstadt 1988)

“Fort Etting (am Platz der Schule)”

Öl auf grobem Sackrupfen, (19)43.
unten rechts datiert monogrammiert : G.S.

Bildmaß : 50 × 60 cm
Rahmen : 59 × 69 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung.

Rückseitig auf dem Keilrahmen ein Bleistiftvermerk :
“Fort Etting / (am Platz der Schule)”

Gustav (gen. Gustl) Schneider, Schüler an der Akademie der Bildenden Künste München bei Karl Caspar.

475 EUR





Gustav (Gustl) Schneider (1910 Ingolstadt 1988) : Irgertsheim/bei Neuburg a.d. Donau. - Aquarell, 1965

Gustav (Gustl) Schneider (1910 Ingolstadt 1988) :

“Irgertsheim”

Aquarell, 1965.
unten rechts signiert und datiert

Darstellung/Blatt : 49 × 61 cm.

In der Himmelspartie stockfleckig (in der Abb. 2 gut zu erkennen);
die Blattrückseite rundum stärker stockfleckig.

In der Nähe des rechten Seitenrandes eine alte Papierfalte (die Pfeile in der Abb. markieren deren Verlauf).

Gustav (gen. Gustl) Schneider, Schüler an der Akademie der Bildenden Künste München bei Karl Caspar.

Umgebung : Neuburg / Donau, Egweil, Nassenfels, Buxheim, Bergheim, Nassenfels, Friedrichshofen

155 EUR





Hans Volkert (*1878 Erlangen) : Chiemsee. - Öl/Leinwand, 1920

Hans Volkert (1878 Erlangen)

Blick auf den Chiemsee

Öl auf Leinwand, 1920,
unten links signiert und datiert.
Rückseitig auf dem Rahmen alte Klebezettel,
dort bezeichnet u.a. “Vorfrühling” und “… Chiemsee”,
dazu die Adresse des Künstlers : München Viktor Scheffelstr. 6

Bildmaß : ca. 42 × 45 cm
Rahmen : ca. 58 × 61 cm

Das Gemälde ist ordentlich erhalten.
Die Keilrahmenschenkel markieren leicht auf der Bildseite,
wie üblich bei alt gerahmten Bildern.
Der Rahmen der Zeit gering berieben.

Hans Volkert studierte an der Münchner Kunstakademie und war Mitglied verschied. Künstlergenossenschaften (s. auch Thieme/Becker). Bekannt u.a. auch als Exlibriskünstler.

650 EUR





Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) : Der Inn bei Simbach/Sandgrube. - Öl/Pappe, signiert

Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) :

Der Inn bei Simbach – die sog. Sandgrube

Öl auf starker Pappe,
unten rechts signiert und datiert :
NERUD (19)21

Bildmaß : 35,5 × 50 cm

In sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.





Josef Seidl-Seitz (1908 München 1988) : Abstrakte Hochgebirgslandschaft. - Öl auf Leinwand

Josef Seidl-Seitz (1908 München 1988) :

Abstrakte Hochgebirgschlandschaft

Öl auf Leinwand,
unten links signiert : Seidl-Seitz

Bildmaß : 65 × 85 cm
Rahmen : 80 × 100 cm

Das Gemälde in sehr guter, frischer Erhaltung.

Offensichtlich wurde der Rahmen vom Künstler selbst gestaltet
(silberfarbener Grund mit Ocker eigenwillig/unregelmäßig überstrichen;
teils am unteren Schenkel wohl auch berieben).

Der Rahmen ist eine kostenlose Dreingabe, nicht Gegenstand des Angebotes.

Studium an der Münchner Kunstakademie bei Karl Caspar und Adolf Schinnerer. Nach dem Krieg regelmäßig Ausstellungsbeteiligung im Haus der Kunst (Neue Münchner Künstlergenossenschaft).





Willy Reichert (1937 München - lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn) : Dynamische Komposition

Willy Reichert (1937 München – lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn)

Dynamische Komposition [ohne Titel].

Öl auf Hartfaser.
Signiert und datiert : (19)64.

Bildmaß : 50 × 68 cm.





Oskar Gansloser (1881 Pforzheim - tätig u.a. in Konstanz - 1945) : Die Kirchgasse in Ettlingen bei Nacht. - Öl/Leinwand

Oskar Gansloser (1881 Pforzheim – tätig u.a. in Konstanz – 1945)

Sternennacht. Nachtwächter in einem Altstadtgässchen

(Ettlingen mit der Martinskirche)

Unten rechts signiert in schöner Jugendstilschrift : O. Gansloser

Bildmaß : 65 × 40 cm
Rahmen : 71 × 45,5 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung, nur geringe Altersspuren.
Allerunterster und alleroberster Bildrand mit leichter Rahmenkantenbeschabung (siehe Abb. mit Signatur).

Das Nachtbild läßt sich nicht ganz einfach abbilden,
in natura wirkt das Bild harmonischer, in den Farben weniger hart.

Literatur : Carlo Karrenbauer : Maler sehen den Bodensee. – Konstanz 1991, S. 128 (Kurzeintrag).

450 EUR





Christian Haug (1878 Talheim/bei Mössingen - 1942 Polen) : Wachtelhund. - Öl/Malpappe

Christian Haug (1878 Talheim/bei Mössingen – 1942 Polen) :

“Wachtelhund”

Öl auf Malpappe,
unten rechts signert : Ch. Haug,
rückseitig betitelt.

Bildmaß : 24,5 × 32 cm,
ohne Rahmen.

Das kleine Gemälde würde durch ein leichte Reinigung
sowie einen erneuten Firnisauftrag (der alte Firnis ist teils eingeschlagen) gewinnen.

SW: Schwäbische-Alb, Lk. Tübingen, Tiermaler, Jagdmaler, Hundemaler, Jagdhund, Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde.

245 EUR





Georg Lebrecht (1875 Schweidnitz/Schlesien - 1945 Berlin) : Dorfansicht (Rheinpfalz?), Mischtechnik, Anfang 20. Jh.

Georg Lebrecht (1875 Schweidnitz/Schlesien – 1945 Berlin) :

Dorfansicht (evtl. in der Pfalz)

Mischtechnik (Kohle / Deckweiß / Aquarell)
auf Papier, unten links signert : G. Lebrecht.

Etwa um 1900 (jedenfalls wohl vor 1914).

Bildmaß : 48 × 60,5 cm.

Das Bild in sehr schöner, geradezu unberührter Erhaltung.

Das Papier unwesentlich leicht gewellt,
herrührend von einem rückseitig umlaufenden alten Randverstärkungsstreifen,
der ein abweichendes Dehnungsverhalten zum Bildpapier aufweist.

Das Dorf müßte topograph. identifizierbar sein.
Besonders auffällig die große Anhäufung von Strohähnlichem (Flachs?) auf der schmalen Dorfstraße rechts und auch die zahlreichen Leitern an den Häuserwänden. Nach Auskunft des Vorbesitzers wurde das Bild in der Rhein-Pfalz erworben.

Zur Vita des Künstlers, der hier noch ganz in Jugendstil-Manier arbeitet, ein ausführl. Wikipedia-Beitrag.

375 EUR





ZUSCHREIBUNG : Alfred Junge (1886 Görlitz - 1964 Bad Kissingen) : Lido bei Genua. - Öl/Leinwand/Pappe

ZUSCHREIBUNG : Alfred Junge (1886 Görlitz – 1964 Bad Kissingen) :

“Lido bei Genua”

Öl auf Leinwand auf Pappe,
unten rechts signiert und datiert : A. Junge / 1925 (?)
Rückseitig betitelt.

Erhaltung :

An einigen Stellen die Leinwand von der Pappe gelöst und ganz leicht “angehoben”, aus dem Augenschein kaum bzw. eigentlich nicht merklich.

Der Rahmenausschnitt an einigen Stellen um einige Millimeter zu groß, so dass der Rand des Bild dort nicht ganz überdeckt wird (s. Pfeile Abb. 6).

Vita : “August Alfred Junge (* 29. Januar 1886 in Görlitz; † 21. Juli 1964 in Bad Kissingen war ein deutscher Filmarchitekt mit herausragender Karriere beim britischen Film. – Junge hatte 18-jährig als Schauspieler am Stadttheater seiner Heimatstadt Görlitz begonnen und spielte in der Folgezeit an Provinzbühnen (so zum Beispiel in Oberschlesien, wo er rund um das Jahr 1908 sein Domizil in Beuthen aufgeschlagen hatte).

Nach Kunststudien in Italien
kam Junge nach Berlin, wo er als Bühnenbildner an der dortigen Staatsoper und am Staatstheater arbeitete.

1920 stieß er zum Film. Dort assistierte Junge zunächst dem erfahrenen Architekten-Kollegen Paul Leni, ab 1923 zeichnete er als Chefarchitekt selbst verantwortlich. – Ein früher Förderer Alfred Junges wurde der Regisseur E. A. Dupont, für den der Görlitzer unter anderem die Bauten zu dessen berühmtestem Film Variété entwarf. Daneben war er vor allem für die Regisseure Hans Steinhoff und Erich Waschneck aktiv. Dupont und Junge gingen Ende 1927 nach England, um zwei Filme (Moulin Rouge und Nachtwelt) umzusetzen. Im Anschluss daran kehrten beide wieder nach Berlin zurück. Zwei weitere England-Engagements brachte das Team 1930 erneut auf die Britischen Inseln. Die dort entstandenen Kontakte führten 1932 zu Junges Entschluss, sich in London niederzulassen. Junge wurde am 22. Oktober 1946 eingebürgert.
Die Erfolge in England. – Er fand sofort Anschluss an die britische Filmindustrie und arbeitete zunächst für die Firma Gaumont. Neben zahlreichen schwächeren Filmen designte Junge auch mehrmals die Kulissen für Alfred Hitchcock (dessen Nebenwerk Waltzes from Vienna und die frühen Thriller Der Mann, der zuviel wußte und Jung und unschuldig). Mit dem betulichen Abenteuerstoff King Solomon’s Mines, der vorlagegerechten Adaption von A. J. Cronins sozialkritischem Roman Die Zitadelle und der vielbeachteten, gefeierten Lehrer-Biographie Auf Wiedersehen, Mr. Chips arbeitete sich Junge an die Spitze britischer Filmarchitekten. – 1942 begann eine überaus erfolgreiche Kooperation mit dem Regie- und Produktions-Duo Michael Powell (mit dem er bereits im Jahrzehnt zuvor erstmals zusammengearbeitet hatte) und Emeric Pressburger, für das Alfred Junge in den kommenden vier Jahren einige der vorzüglichsten Farbfilm-Großproduktionen dieses Jahrzehnts ausstattete. Vor allem seine Dekorationen zu dem romantischen Fantasy-Märchen Irrtum im Jenseits – besonders erwähnenswert: die Himmel-Sequenzen, die Junge mit seinem Landsmann Hein Heckroth entwarf – und das im Himalaya-Gebirge in Nordindien angesiedelte Nonnen- und Schuldrama Schwarze Narzisse, für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, gehörten zu den Spitzenleistungen britischer Filmarchitektur der 1940er Jahre. – Nach der Auszeichnung mit dem Akademiepreis benannte die amerikanische Filmgesellschaft MGM Junge zum Leiter der Design-Abteilung ihrer britischen Dependance. In dieser Eigenschaft überwachte er in den kommenden Jahren alle in Großbritannien gedrehten MGM-Produktionen in Bezug auf ihre künstlerische Gestaltung. Seine besten Spätwerke als Szenenbildner umfassten vor allem historische Stoffe, allen voran die beiden prunkvollen Ritterfilme Ivanhoe und Die Ritter der Tafelrunde mit Robert Taylor in der jeweiligen Hauptrolle. Nach dem kommerziellen Misserfolg des als Comeback von David O. Selznick konzipierten, überaus kostspieligen und ambitionierten Hemingway-Remakes In einem anderen Land zog sich Junge 1957 im Alter von 71 Jahren aus dem Filmgeschäft zurück.” (Wikipedia)





Paul H. Wolff (1889 Berlin - 1964 München) : Arber/Bayerischer Wald. - Tempera, 1938

Paul H. Wolff (1889 Berlin – 1964 München)

“Arber i. bair. Wald”

Tempera-Malerei,
signiert und datiert 1938.

Darstellung/Sichtmaß : ca. 36 × 50 cm
Rahmen : 48 × 63 cm

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
Der Rahmen der Zeit teils mit kleineren Bestoßungen/Bereibungen,
Gehrungen tls. nicht ganz passig, jedoch fest.

375 EUR





ZUSCHREIBUNG : Theodor Blätterbauer (1823 Bunzlau-1906 Liegnitz) : Achensee/Tirol. - Ölstudie, 1856

ZUSCHREIBUNG :

Theodor Blätterbauer (1823 Bunzlau-1906 Liegnitz) :

“Achensee” (Tirol)

Öl auf Pappe (vielleicht auch Papier/Pappe),
unten links bezeichnet und datiert (in die noch feuchte Farbe geritzt) :
“Achensee / 16. Sept. (18)56.

Ohne Signatur,
auf der Bildrückseite eine Zuschreibung von alter Hand :
Blätterbauer / Liegnitzer Künstler

Bildmaß : 23 × 36,5 cm, ohne Rahmen.

Die Malfläche angestaubt, an wenigen Stellen etwas berieben u. mit kleinen Kratzern, der Firnis teils eingeschlagen. Drei kleine “Kirschen” (= fingernagelkleine Buckel in der Malpappe). Rahmenfalzspuren.

Eine Reinigung würde wohl manche Farbnuance erst wieder ans Licht bringen.

Vita : “Theodor Bernhard Rudolf Blätterbauer (* 24. Dezember 1823 in Bunzlau; † 30. Juni 1906 in Liegnitz) war ein deutscher Maler, Grafiker und Zeichenlehrer der Liegnitzer Ritterakademie. Er zählt zu den wichtigsten Landschaft- und Architekturzeichnern Schlesiens Ende des 19. Jahrhunderts. – Bibliographie : ThB4, 1910. Boetticher I.2, 1895; MűvLex I, 1965; Ries, 1992. – Das geistige Deutschland am E. des 19.Jh., B. 1898, I, 57 s.; J.Blaschke, Gesch. der Stadt Glogau und des Glogauer Landes, Glogau 1913, 26, 220, 233 (Abb.); G.Grundmann, T.B., Schlesier Jb. 1956, 58-61; G.Grundmann, Dome, Kirchen und Klöster in Schlesien, Ffm. 1963, 40 s.; E.Scheyer, Schles. Malerei der Biedermeierzeit, Ffm. 1965, 45, 232; H.Heyn, Süddt. Malerei aus dem Bayer. Hochland, Rosenheim 1979, 209; Vermißte Zchngn (Kat. Kpst.-Kab.), Dresden 1987, Nr 84; J.Kruse, Von Menzel bis Beuys: Aus den Kunst-Slgn der Veste Coburg (Kat.), Coburg 1992, 15. Addenda: Zeit-Reisen. Hist. Schlesien-Ansichten aus der Graphik-Slg Haselbach (K Wander-Ausst.), Marburg 2007”. (AKL XI, 1995, 336).

450 EUR





Richard Kaiser (1868 Magdeburg - 1941 München) : Simssee/Karpfenwinkel. - Öl auf Leinwand, 1928

Richard Kaiser (1868 Magdeburg – 1941 München)

“Karpfenwinkl a. Simssee”

Öl auf Leinwand,
unten links signiert und datiert : 1928.

Bildmaß : 45,5 × 60,5 cm
Rahmen : 63 × 78 cm

Das Gemälde stark angestaubt, mit vertikalen helleren Streifen,
oben mittig (ca. 6 cm unterhalb des Rahmenschenkels) minimale Kratzspur.

Der ansprechende Rahmen mit ganz geringfügigen Ausbesserungen, in der linken oberen Ecke kleine/unauffällige Fehlstelle eines Rankenstückes (s. Pfeile in Abb. 5).

Eine allfällige Reinigung des Bildes wäre nötig. In der linken ob. Ecke wurde offensichtlich schon an kleiner Stelle ein Vorversuch unternommen.

SW: Chiemsee, Rosenheim, Bad Endorf, Stephanskirchen, Riedering, Prutting, Söchtenau. – Simssee (nicht Simsee).





[Anonymus] : Die Willibaldsburg bei Eichstätt (Altmühltal). - Öl/Leinwand/Pressspan. - 1963/69

[Anonymus] :

Die Willibaldsburg bei Eichstätt (Altmühltal).

Öl auf Leinwand / auf Pressspan plan aufgezogen, dat. (19)63 od. (19)69.
Die Signatur konnte nicht entziffert werden (P…)

Bildmaß : 38 × 48 cm

Die Bildfläche in guter Erhaltung.
Lediglich am unteren re. “Rahmen-Eck” rückseitig kleine Bestoßung.

Ein furios expressives Gemälde bei dem nicht die topographische Genauigkeit im Vordergrund steht, aber dennoch ein gültiger Eindruck der Altmühljuralandschaft erzeugt wird.





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Wallgau mit Wetterstein. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Wallgau mit Wetterstein”

Aquarell, signiert,
rückseitig eigenhändig ortsbezeichnet.
Um 1925-1935

Darstellung/Blatt : ca. 36,5 × 50,5 cm.

In der oberen Hälfte es linken Bildrandes feines/vertikales Papierfältchen. Die äußersten Ecken etwas angestoßen (s. Abb. 2).

Wallgau in Sommer, Winter und v.a. Spätwinter, ein Motiv, das C. Kessler immer wieder aufs Neue angegangen ist.

Umgebung : Krün, Mittenwald, Eschenlohe, Oberau, Farchant, Ohlstadt, Jachenau, Schlehdorf, Schwaigen, Garmisch-Partenkirchen, Ettal, Kochel am See, Großweil, Oberammergau, Murnau am Staffelsee, Seehausen am Staffelsee, Riegsee

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

175 EUR





H. Buchner : Fischer am Chiemsee, im Hintergrund die Fraueninsel. - Öl/Lwd.

H. Buchner : Fischer am Chiemseeufer, im Hintergrund rechts der Campanile der Fraueninsel

Öl auf Leinwand,
unten links signiert : H. Buchner

Bildmaß : ca. 20 × 21 cm
Rahmen : 29 × 27 cm

Das kleine Gemälde in schöner, gepflegter Erhaltung, vielleicht ein wenig angestaubt. – Wohlerhalten auch der zeitgenöss./alte Rahmen (1930er Jahre).

Bei der Abb. mit Rahmen erscheint die Himmelspartie zu gelblich, die Abb. 1 ist farbrichtiger.

Die Darstellung der Fischer mit ihren gelben Sonnenhüten erinnert an die Chiemseebilder von Albert Stagura.

250 EUR





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Im Donaumoos (?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

Im Donaumoos (?)

Aquarell, unten links signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste (Kastenrahmen), dürfte wohl vom Künstler selbst so ausgesucht worden sein.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß leicht übergangen.

Bild und Rahmen in gepflegt stimmiger Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf den Abbildungen zu sehen sind, haben rein wiedergabetechn. Gründe.

225 EUR





Friedrich A. Bierschneider (*1941 Ingolstadt) : Zwiebelstilleben, monogrammiert

Friedrich A. Bierschneider (*1941 Ingolstadt)

Zwiebelstilleben

Öl auf Leinwand,
unten rechts monogrammiert : FB. in Ligatur

Bildmaß : 22 × 33 cm (ohne Rahmen).

In unberührt schöner Erhaltung.
Die partiellen Firnisaussparungen sind so gewollt.

Ab 1965 bis 1970, (Meister-)Schüler von Carl Otto Müller/Kipfenberg, in diesem Zeitraum auch regelmäßig Ausstellungsbeteiligungen im Haus der Kunst/München. – Mitglied im Bund Fränkischer Künstler (vgl. Karl Heinz Steinbeißer/Angelika Koller/Jaletzky : Ingolstädter Maler und Bildhauer im 19. und 20. Jahrhundert, S. 148 f.). – Siehe auch : Peter Volkwein (Hg.). : Friedrich A. Bierschneider Retrospektive, Ingolstadt, 2001.

195 EUR





Franz Hößl (Eichstätt) : Im Altmühljura. - Aquarell, 1977

Franz Hößl (Eichstätt/Gabrieli-Gym.)

Im Altmühljura

Aquarell auf stark genarbtem/festen Aquarellbütten.

Unterhalb der Mitte/rechts signiert und datiert : Hößl 1977

Bildmaß/Blatt : 16 × 24 cm
Rahmenmaß : 32 × 38 cm

Das Aquarell in sehr schöner/farbfrischer Erhaltung.
Ein feines Blatt!

Die vormals rückseitigen Montierungen mit Tesa wurden abgelöst, die wenigen verbliebenen Reste richten keinen Schaden an. Bei der Ausrahmung wurde das orig. Glas innen gereinigt und anschließend mit dem Passepartout staubfrei verschlossen. – Das alte/schlichte Passep. wurde belassen, auch die zwei kleinen/feinen Glaskratzer (außerhalb der Darstellung) sollten nicht stören.

Auf der vormaligen Rahmenabdeckung die Bleistiftnotiz :
“Im Juni 1979 bei Herrn Hößl gekauft / Herr Hirsch (?) war dabei”.

Unter typischem Aquarellrahmen der Zeit : weiß lackierte, kantige Leiste (minimal berieben).

Die Abb. mit Glas und Rahmen kann nur den Rahmen farbrichtig abbilden, die Spiegelung des Glases verfälscht die Farbstellung des Aquarells – hier weitaus näher die Abb. 1.

125 EUR





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Talblick (Altmühltal?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

“Talblick”

Auf der Rahmenleiste rücks. so bezeichnet.
Der gegenüberliegende Höhenrücken legt nahe, dass es sich um
einen Blick ins Altmühltal handelt.

Aquarell, unten rechts signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste. Die Rahmung stammt offensichtl. vom Künstler selbst.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß übergangen.

Das leichte Altersspuren zeigende Passepartout (kleine Pünktchen u. zwei minimale Wasserrändchen an der äußersten Unterkante) wurde belassen.

Bild und Rahmen in einer gepflegten, stimmigen Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf der Abb. mit Rahmen zu sehen sind, haben abbild.-techn. Gründe.

195 EUR





Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau 1998) : Küchenstilleben / Zwiebelsück. - Öl auf Leinwand, 1981

Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau 1998) :

Küchenstilleben / Zwiebelstück

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert und datiert (19)81.

Bildmaß : 18 × 24 cm
Rahmen : 29 × 35 cm

Das kleine Gemälde in unberührt schöner Erhaltung.
Wuchtiger, tiefgekehlter, rustikaler, alter Rahmen (durchaus passend).

Inge Scharl war zusammen mit ihrem Ehemann, Rudolf Scharl, 24 Jahre im Künstlerring Eichstätt aktiv; in Neuburg gehörten beide zu den Mitbegründern der “Neuburger Zwölf”.

Die Abb. ohne Rahmen stellt das Bild farbrichtiger dar, als diejenige mit Rahmen.






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