Unser Ausstellungsraum in Wasserburg a. Inn Marienplatz 23/Ecke Bruckgasse/Unter den Arkaden : KUNSTANTIQUARIAT : GEMÄLDE-BÜCHER-GRAPHIK

Seit Dezember zeigen wir (50 m weiter) in einer Ausstellungsvitrine ‘Unter den Bögen’, zwischen “V” und Café Rechenauer, Marienplatz 11, zusätzlich eine kleine Auswahl von Büchern und Graphiken des 16.-20. Jhs.





Theodor Kurringer (Prien a. Chiemsee) : Der Morteratschgletscher/Bernina - Öl/Leinwand, 1928

Theodor Kurringer (Prien a.Chiemsee) :

“Morderatsch / Feb. 1928”
Der Morteratschgletscher, in der Berninagruppe im Kanton Graubünden in der Schweiz.

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert : Th. Kurringer.

Bildmaß : 70 × 88 cm.

Erhaltung : Der obere Rahmenschenkel bildseitig markierend. In der Himmelspartie deutliche Krakelee. Rechte obere Ecke mit hinterlegtem/geschlossenen Riß (ca. 5 cm). Eine kleine dünne (Farb-)Stelle (evtl. so beabsichtigt). – Das Gemälde würde einer Reinigung bedürfen (v.a. im Bereich des Himmels), dabei könnte der arg glänzende Firnis ein wenig reduziert werden.

Trotz mancher Mängel – aus der üblichen Betrachterdistanz ein imposantes Berg- resp. Gletschergemälde.

Ein Versand ist wg. der Größe des Bildes nicht möglich. Wir liefern aber gern bis zu einer Entfernung von 150 km persönlich/kostenlos aus.





Theodor Urtnowski (1881 Thorn/Westpreussen - 1963 Danzig) : Danzig/Gdańsk. - Öl/Holz

Theodor Urtnowski
(1881 Thorn/Westpreussen-1963 Danzig/Gdańsk) :

Danzig / Gdańsk

Öl auf Sperrholz,
oben links sowie unten rechts signiert :
Th. Urtnowski / Danzig.

Bildmaß : 90 × 97 cm.
Rahmen : 96 × 104 cm.
Der wohlerhaltene, passende Rahmen wurde in jüngerer Zeit gefertigt.

Auf der Bildrückseite ein alter handschriftl. Vermerk des Käufers über den Erwerb des Gemäldes : “Diese Bild habe ich Weihnachten 1937 aus Danzig mir vom Maler zuschicken (?) lassen. Im Sommer 1937 habe ich es im Atelier des Malers angekauft”. – Oberhalb des Vermerks offensichtlich die Atelieradresse des Künstlers.

Das Bild könnte vielleicht auch schon etwas vor 1937 gemalt worden sein.

Erhaltung : Kleine Beschädigungen in den äußersten Ecken (im/unterhalb des Rahmenfalzes) sauber behoben. Wenige, professionell ausgeführte Rutschen; mit bloßem Auge nicht merklich.

Sehr ansprechender, geschlossener Gesamteindruck.

Literatur : Vollmer: Allgem. Lexikon der Bild. Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 4, S. 498 (Schüler von A. Maennichen in Berlin, weitergeb. in Paris. Eines seiner Haupthemen Panoramen, v.a. Ansichten von Danzig. In Velhagen & Klasings Monatsh. 54 – 1939/40 – 193/96, mit 5 Abb).

Aufgrund der Bildgröße ist ein Versand nicht möglich.
Eine kostenfreie Lieferung von 150 km im Umkreis von München ist aber jederzeit möglich.





Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) : Niederbayern/Bauerngehöft. - Filzstift

Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) :

Niederbayerisches Bauerngehöft

Filzstift,
unten links signiert.

Blattmaß : 44 × 57 cm.

Auf filzig weichem, ungeleimten Papier (Trockenstempel : VAMPYR).
In guter Erhaltung.

Aus dem Spätwerk Neruds. Reduktion in Farbe und Form und Verdichtung zugleich, ohne Schnicki-Schnacki, hin zur idealtypisch gültigen Form der niederbayerischen Stadellandschaft zwischen Rott und Inn.





Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) : Niederbayerische Bauernstadel. - Filzstift

Josef Karl Nerud (1900 Simbach am Inn 1982) :

Niederbayerische Bauernstadl

Filzstift, unten links signiert.

Blattmaß : 44 × 57 cm.

Auf filzig weichem, ungeleimten Papier (Trockenstempel VAMPYR). Das Papier von feinen Einschlüssen etwas gesprenkelt. Die äußersten Blattränder teils ganz schwach berieben (nur wenige Millimeter breit).

Aus dem Spätwerk Neruds. Reduktion in Farbe und Form und Verdichtung zugleich, hin zur idealtypisch gültigen Form der niederbayerischen Stadellandschaft zwischen Rott und Inn.





Ernst Klinger (1900 Anzing - 1962 München) : Stilleben. - Öl/Leinwand, 1947

Ernst Klinger (1900 Anzing – 1962 München) : “Stilleben”

Öl auf Leinwand, signiert unten links.

Rückseitig mit Bleistiftdatierung : 1947.

Bildgröße/Keilrahmen : 60 × 80 cm.
Rahmen : 78 × 97 cm.

Das Gemälde wurde in der Sonderausstellung zum 30jährigen Bestehen der Künstlergemeinschaft “Neue Gruppe” im Rahmen der alljährl. Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst gezeigt.

Verso Klebezettel :
Große Kunstausstellung München 1977 /
Stilleben. Katalog-Nr. 546 (mit Abbildung).

Das Gemälde insgesamt in guter Erhaltung.
Ldiglich im rechten/oberen Zwickel kleine Leinwandwellung, die sich wohl durch eine nicht ganz gleichmäßige Aufspannung gebildet hat. Mittig rechts eine feine Spur von Krakelee, im Bildganzen kaum auffällig (s. Pfeile in Abb. 3).

Regelmäßig Ausstellungsbeteiligung an der Großen Kunstausstellung München / Haus der Kunst. Mitglied der “Neuen Gruppe”.





Carl Plückebaum (1880 Düsseldorf 1952): Der hl. Anton und die Deuvel

Carl Plückebaum (1880 Düsseldorf 1952) :

“Der Hl. Anton und die Deuvel” (rückseitig betitelt)

Öl auf Leinwand,
unten links signiert und darunter datiert : Plückebaum / (19)17.

Die Signatur ohne das meist übliche “C” vor dem Nachnamen,
es kommen aber durchaus auch Signaturen ohne den (abgekürzten) Vornamen vor.

Darstellung : 60 × 65 cm.
Bild und Rahmen in guter Erhaltung. Wenige, ganz minimal kleine Beschabungen sowie etwas angestaubt.

Neben Carl Schmitz-Pleis u. Walter Ophey Vertreter des Düsseldorfer Neoimpressionismus. Schüler an der Düsseldorfer Akademie von Eduard von Gebhardt u. Johann Peter Theodor Janssen; u.a. Studienreise nach Italien, Aufenthalt im Kloster der Franziskaner in Fiesole, lebte dort gemeinsam mit den Brüdern.





Carl Otto Müller (1901 Coburg-1970 Kipfenberg/Mchn.) : Blumenstilleben

Carl Otto Müller (1901 Coburg-1970 Kipfenberg-Grösdorf/Mchn.) :

“Blumenstück am Fenster”

Öl auf Leinwand, monogrammiert und datiert (19)55.

Rückseitig (wie üblich) von C.O.M. betitelt,
mit vollem Namen signiert sowie nochmals datiert (19)55.

Bildgröße : 81 × 38 cm
Rahmen : 91 × 48 cm

Das Gemälde in schöner Erhaltung.
Der zeitgenössisch alte Rahmen hell/professionell übergangen.

Ein Bild von hoher Malkultur.
Sehr stimmiger Gesamteindruck.

Zu Leben und Werk des Künstlers s. Wilhelm Rüdiger :
Der Maler Carl Otto Müller. – Ingolstadt [1976].





Vera Southby (bzw. Vera Hartmann-Southby), 1895-1987: Chinese Portrait. - Öl/Leinwand

Vera Southby (verheiratet: Vera Hartmann-Southby), 1895-1987

“Chinese Portrait”.

Öl auf Leinwand/Oil on canvas.
Um 1925-1935.

Unten rechts signiert : SOUTHBY.

Rückseitig Galeriezettel mit der Betitelung und der Namensnennung
“Vera Hartmann” sowie Klebeetikett des Rahmenmachers :
Mörgeli-Rahmen Zürich.

Darstellung : 40 × 50 cm
Rahmen : 73,5 x 63,5 cm.

Oben links neben dem Kopf minimal kleine Farbabplatzungen,
sonst in schöner, unberührter Erhaltung.

Der gute, passende Vergolderahmen in den Silberpartien teils leicht bestoßen. – Die weiß/grauen Partien rundum stark berieben.

Referenz :
An exhibition of the works of Vera Southby (Mrs. Ake Hartman) in China and the Far East (painted in the 1920, 30’s and 50’s) : Monday October 30th to Saturday November 11th 1978. – Catalogue (Martyn Gregory Gallery), London.

Etwa ab 1925/1927 lebte Vera Southby(-Hartmann) in China und malte u.a. am Yangtze (Jangtse) in Tiensin (Tianjin) und Peking. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Europa ging sie wohl um 1935 wieder nach China.





Max Arthur Stremel (1859 Zittau-1928 Ulm): Interieur mit Feuerlilien. - Öl/Leinwand

Max Arthur Stremel (1859 Zittau-1928 Ulm) :

Interieur mit Feuerlilien

Öl auf Leinwand,
signiert unten rechts : Stremel.

Bildmaß : 96 × 70 cm (ohne Rahmen)

Schöner, stimmiger Gesamteindruck.

M.A. Stremel, der sich mit seinem Freund Fritz v. Uhde in den 80er Jahren des vorletzten Jahrhunderts in Paris aufhielt und wo er spürbar vom Pointillismus beinflußt wurde, kam nach seiner Rückkehr aus Frankreich immer wieder zu Malaufenthalten nach Wasserburg.





Michael Kiefer (1902 München-1980 Übersee/Chiemsee) : Am Samerberg (Chiemgau). - Öl auf Leinwand

Michael Kiefer (1902 München – 1980 Übersee/Chiemsee) :

Samerberg

Öl auf Leinwand, unten links signiert : M. Kiefer.

Bildmaß : 60 × 80 cm
Das Gemälde hat keinen Rahmen.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung. Die Signatur wohl bei einer früheren Reinigung ein kleinwenig “gedünnt”, aber klar erkennbar.

Literatur : Fritz Aigner : Maler am Chiemsee [Chiemseemaler]. Hrsg. Markt Prien [2. Aufl. 1995], S. 310 f. (mit gr. Farbabb.) und S. 371 (Vita).

Inntal, Heuberg, Chiemgau, Chiemgauer Berge, Roßholzen





[Anonymus] : Damenakt (Studie). - Öl auf Pappe, um 1900/1920

[Anonymus] :

Damenakt (Studie).

Öl auf starker Pappe,
unten rechts signiert (für uns nicht entzifferbar).

Wohl um 1900- 1920.

Bildmaß : 40 × 25 cm.

Schöner, stimmiger Gesamteindruck

Typische Akademiestudie, mit Stand- und Spielbeindarstellung.





ZUSCHREIBUNG : Feri/Ferdinand Schwarz (1869 Moskau-1923 Wien) : Locarno/Tessin. - Zwei Ölstudien, 1918

Zuschreibung : Feri (Ferdinand) Schwarz 1869 Moskau – 1923 Wien)

Locarno/Tessin : Weiden und Rebstöcke im Schnee

2 Ölstudien,
jeweils Öl auf Malpappe.

Das kleinere Bild unsigniert, die größere Darstellung
unten links signiert, datiert und ortsbezeichnet :
“F. Schwarz 1919 / Locarno” (die Ortsbez. unterhalb des Rahmenfalzes).

Bildmaße : 27 × 20,5 cm und 22 × 16 cm
In schmalen, älteren Blattgoldrahmen (v.a. die Gehrungen mit deutl. Altersspuren).

Zwei feine Kunststücke in schöner Erhaltung.

Die Signatur erinnert an Ferdinand Schwarz, genannt Feri Schwarz (1869 Moskau – 1923 Wien), vgl. Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts (F. Schwarz, eigentl. ein Aquarellist; die stark graphische Auffassung, die sich in den beiden kleinen Gemälden ausdrückt, läßt aber die Hand von Feri Schwarz nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen).





Paul H. Wolff (1889 Berlin - 1964 München) : Arber/Bayerischer Wald. - Tempera, 1938

Paul H. Wolff (1889 Berlin – 1964 München)

“Arber i. bair. Wald”

Tempera,
signiert und datiert 1938.

Darstellung/Sichtmaß : ca. 36 × 50 cm.
Rahmen : 48 × 63 cm.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
Der Rahmen der Zeit (teils mit kleineren Bestoßungen/Bereibungen).





Paul Hey (1867 München - 1962 Gauting), Zuschreibung : PALSWEIS (Gem. Bergkirchen/bei Dachau). - Tempera, wohl 1940er Jahre

Paul Hey (1867 München – 1962 Gauting), Zuschreibung :

Palsweis mit der Kirche St. Urban.

Erinnerert sehr an Paul Hey.

Tempera, wohl Anfang/Mitte 1940-er Jahre.

Ohne Signatur oder sonstiger Bezeichnung.
Bildmaß : 34 × 65 cm. Auf starkem Karton.

Die weiße Umrandung an zwei Seiten beschnitten, Kanten gering berieben.
Die Farbauslassungen, die den Malgrund durchscheinen/mitspielen lassen (v.a. in der Himmelspartie), sind beabsichtigt.

Insgesamt in sehr ansprechender Erhaltung.

Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtaufnahme.

Palsweis, Gemeinde Bergkirchen/Olching/Lk. Dachau.

265 EUR





Bartholomäus Wappmannsberger (1894 Prien 1984) : Junge Chiemgauerin. - Öl auf Leinwand auf Hartfaser

Bartholomäus Wappmannsberger (1894 Prien 1984)

Junge Chiemgauerin, Mandoline spielend.

Öl auf Leinwand/Hartfaserplatte, unten links signiert.

Bildmaß/Sichtmaß : 50 × 49 cm
Rahmen : 62,5 × 60 cm

Das Gemälde (im Stil der Neuen Sachlichkeit) in schöner Erhaltung.
Rahmen der Zeit (kleine Bereibungen/Bestoßungen v.a. an den Außenschenkeln).

Gemeinsame Lehrzeit mit dem gleichaltrigen, späteren Chiemseemaler Hiasl-Maier Erding in Prien. In der Auffassung erinnert das Portrait sehr an den Aiblinger Maler Sepp Hilz.

Literatur : Karl J. Aß: Bartholomäus Wappmannsberger 1894-1984. Kirchenmaler – Landschafter – Porträtist – Krippenmaler. Prien 1995.

Bitte beachten : Kein Versand, aber wir liefern das Gemäle bis zu einer Entfernung von 100 km persönlich/kostenlos aus.





G. Acrél (Paris) : Blumenstilleben. - Öl/Malpappe

G. Acrél (Paris) :

Blumenstilleben

Öl auf Pappe,
unten rechts signiert : G. Acrél / Paris.
Mitte 20. Jh.

Bildmaß : 43 × 29 cm.
Lediglich die äußersten Bildränder beschabt.





Carl Josef Sator (*1890) : Frühling im Isartal. - Öl/Lwd., 1940

Carl Josef Sator (*1890) :

“Frühling im Isartal”

Öl auf Leinwand,
signiert und datiert (19)40.

Bildmaß : 67 × 63 cm
Rahmen : 85 × 81 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung.

In der Partie der Baumkronen wurde die Farbe teils nur dünn lasierend aufgebracht (siehe Abb. im Gegenlicht), dort einige winzige Farbabreibungen, die aber nur aus allernächster Nähe überhaupt erkennbar sind.

Der wuchtig breite Rahmen auf der Schauseite mit minimalen Kratzern, an den Außenseiten der Rahmenschenkel kleine Beschädigungen resp. Ausbesserungen.

Rückseitig Klebezettel mit Angaben zum Künstler :
Mitglied im RdbK, Wohnort : Hechenberg, Post Bad Tölz.
Dazu ein Ausschnitt eines Zettels, der auf die/eine Kunstausstellung in München 1940 verweist (Bei Durchsicht der Ausstellungskataloge Haus der Deutschen Kunst/München im betreff. Zeitraum konnten wir allerdings keine Erwähnug des Malers finden).





Heinrich Marr (1807 Hamburg - 1871 München) : Bauernhaus. - Aquarell, 1855

Heinrich Marr (1807 Hamburg – 1871 München)

Bauernhaus in Oberbayern (wohl Oberland)

Aquarell über Bleistift,
unten links signiert und datiert : (18)55

Blattmaß : ca. 24 × 33 cm

Erhaltung:

Das Blatt lag bislang unter Passepartout und weist an drei Seiten deutliche Lichtrandigkeit auf (siehe Pfeile in der Abb.).

In der Himmelspartie (Wolken) tls. leichte Bleiweißoxidation.
Das ganze Blatt etwas gebräunt und lichtbleich.

Bei allen Mängeln : Das Blatt zeigt in natura wesentlich mehr Körper und Unmittelbarkeit, als es auf den Abb. erscheinen mag.

Auf die Rückseite des Bildes wurde punktuell an den vier Ecken ein Blatt mit Widmung montiert (ein Geschenk, genau 100 Jahre nach der Entstehung des Aquarells, 1855-1955). Die Papierbräunung des Widmungsblattes hat auf der Rückseite des Aquarells keinen Schaden angerichtet.





Willy Reichert (1937 München - lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn) : Dynamische Komposition

Willy Reichert (1937 München – lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn)

Dynamische Komposition [ohne Titel].

Öl auf Hartfaser.
Signiert und datiert : (19)64.

Bildgröße : 50 × 68 cm.





Zuschreibung: Josua v. Gietl (1847 München 1922) : Hochsommer im Moos. - Ölstudie, um 1880-1900

Zuschreibung: Josua v. Gietl (1847 München 1922) : Hochsommer im Moos.

Öl auf Pappe (Studie), um 1880-1900.
Nicht signiert.

Erhaltung : Teils Bereibungen, teils kleinere Retuschen, die jedoch den Gesamteindruck nicht sehr stören.

Vita : Gietl, Josua von, dt. Maler, Jurist, *28.10.1847 München, †10.5.1922 ebd. (begr. auf dem Alten südl. Friedhof). Sohn des Franz Xaver Ritter von G. und der Anna Maria, geb. Pasch. 1858-68 Maximiliansgymnasium in München; Stud.: Univ. München Rechts-Wiss., dann Malerei an der KA bei Wilhelm von Lindenschmit d.J., Adolf Lier und Josef Wenglein. Um 1880 bei Dachau, in der nördl. Umgebung von München (Allach, Lohhof), in Oberbayern (Chiemsee) sowie im Salzkammergut (Gosau) tätig. Beschickte ab 1883 die jährl. Glas-Pal.-Ausst. und des KV in München, ab 1893 die Große Berliner Kunst-Ausst. und 1886 die Jubiläums-Ausst. in Berlin. Mitgl. der Münchner Künstler-Genossenschaft und der Vrg Münchner Aquarellisten. – Typ. Vertreter der späteren Münchner Freilichtmalerei. Die Ölskizzen der 1880er Jahre, die in der Umgebung von Dachau entstanden, zeigen Lsch.-Ausschnitte und Menschen-Darst. in raschem, lockerem Farbauftrag: meist mittelformatige Lsch.-Bilder, häufig mit bäuerl. Motiven als Staffage. Es dominieren großflächige, bewölkte und überwiegend sommerl. Himmel über einem tiefliegenden, weiten Horizont, in dem gelegentl. die Silhouetten von Dörfern auftauchen …”. (Siegfried Weiß, in AKL LIII, 2007, 440)





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : Blumenstrauß. - Aquarell

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 in Ulm) :

Blumenstrauß

Aquarell, unten rechts signiert.
Rückseitig Atelierstempel : München, v. Scheffelstraße […]

Passepartoutausschnitt : 48 × 54,5 cm.
Blattmaß : 63 × 69 cm.

Das Blatt in der linken Ecke mit einer Knickspur – nicht allzu auffällig.

Vita : “… Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. … Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen … ” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61)





Willy Reichert (*1937 München - lebt/arbeitet in Wasserburg am Inn) : Schmetterlinge. - Öl/Hartplatte, 1960

Willy Reichert (*1937 München – lebt/arbeitet in Wasserburg a. Inn)

Schmetterlinge

Öl auf Hartfaserplatte.
Unten rechts signiert und datiert : (19)60.

Darstellung : 54 × 39 cm.
Rahmen: 63 × 48 cm.

In schöner, unberührter Erhaltung.
Zeittypischer, schlichter Rahmen.





[Anonymus] : Wasserburg am Inn : Blick auf St. Jakob - Öl auf Malpappe

[Anonymus] : Wasserburg am Inn : Blick auf St. Jakob.

Öl auf starker Malpappe, ohne Signatur.

Bildgröße : 48,5 × 34 cm
Neu gefertigter Vergolderrahmen (Polimentvergoldung).

In der stark pastos ausgeführten Himmelspartie stärkere Krakelee,
die sich aber nicht unharmonisch in das Bildganze einfügt.

Denkbar eine Zuschreibung an Emil Böhm :
“Böhm, Emil (Emil Karl August), dt. Maler, *4.9.1873 München, †22.7.1958 ebd. Studium in München : 1888-91 KGS; 1891 bei Simon Hollósy an dessen privater Kunstschule; 1891-1901 ABK bei Johann Herterich, Paul Höcker und Franz von Defregger. 1899 reiste B. nach Venedig, 1902 nach Budapest und Thüringen, 1903-1904 nach Florenz und Rom. Bis 1939 war B. Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft …” (Ludwig Tavernier, in : AKL XII, 1996, 135).

Eine Abbildung, bei der das Motiv (Kirche von oben) in ähnlicher Weise angeschnitten ist, findet sich im Artikel über Emil Böhm, in H. Ludwig (Hrsg.), Bruckmanns Lexikon der Münchner Maler. – Bd. 5. – S. 100-102.