Emil Scheibe (1914-2008)
Segelboot auf dem Chiemsee
Aquarell
Unten links signiert und datiert [19]73
Darstellung : 50 × 35 cm
Rahmen : 75 × 57 cm
In sehr schöner, farbfrischer Erhaltung
Unter Passepartout gerahmt.
“Scheibe Emil, Maler und Grafiker, * 23.10. 1914 in München, 21.12. 2008 in München. – 1935-1939 Studium an der Münchner Akademie (Adolf Schinnerer) und an der Akademie für angewandte Kunst (A. Hillerbrand). Kunsterzieherseminar (J. Bergmann) und Examen als Kunsterzieher. 1940 Lehrtätigkeit in Schweinfurt. 1945-1948 als freier Maler in Heidelberg. Beginn eines »Existenziellen Realismus«. … 1949 Rückkehr nach München, am 16. September 1954 Gründung der »Gruppe Münchener Realisten« mit W. Habdank, F. Baumgartner, F. Hoffmann und A. Büger …” (Ekkart Sauser, in Bautz, Bd. IX, 1995, Sp. 45-48)
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395 EUR
Paul Hey (1867-1952)
Am Gartenzaun
Öl auf Leinwand, unten links signiert
(neben der Hausbank).
Bildgröße : 30 × 42 cm
Rahmen : 59 × 71 cm (!)
Dünne, kleine Kratzer am äußersten linken Rand
(im Bereich der Haustüre), sonst in unberührt
schöner Erhaltung. (Unter der Quarzlampe geprüft)
In einem sehr breiten, alten Rahmen mit Echtgoldvorschub und Rumpelleiste – in der Art der “Oberndorfer” Gemälderahmen. Hinter Glas mit Abstandhalter zum Bild. Minimale Ausbesserung an einer Leistenkante.
Literatur : Carolin Raffelsbauer: Paul Hey – der Maler heiler Welten. Eine kultur- und literaturgeschichtliche Untersuchung zur illustrativen Gebrauchskunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 2 Bände. – München, 2007. – Reihe : Kulturgeschichtliche Forschungen, Band 30, herausgegeben von Dietz-Rüdiger Moser).
“Kaum ein Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Wilhelminischem Kaiserreich und Zweiter Republik erreichte eine solche Breitenwirkung wie der Münchener Maler und Illustrator Paul Hey … Paul Hey wurde am 19. Oktober 1867 in München als Sohn des Musikpädagogen Julius Hey (»Der kleine Hey«), eines Zu- und Mitarbeiters Richard Wagners, geboren. Sein Großvater mütterlicherseits war der Begründer der Vergleichenden Märchenforschung, der Göttinger Indologe Theodor Benfey, ein Zeitgenosse und Kollege von Jakob und Wilhelm Grimm. Den größten Teil seines Lebens verbrachte Paul Hey, abgesehen von einigen Studienreisen in verschiedene Länder Europas und Malexkursionen nach Franken, in seiner Geburtsstadt, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Gauting bei München zog, wo er am 14. Oktober 1952 im Alter von fast 85 Jahren starb … Wer sich mit Paul Heys Bildern beschäftigt, betritt das ganze Universum einer weithin versunkenen Welt …” (Verlagsanzeige)
Das Gemälde ist z.Zt. in unserem Schaufenster in Rosenheim ausgestellt
(Bibliothekspassage : zwischen Kaiserstraße 9 und Salzstadel).
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Willi Geiger (1878 Schönbrunn/Landshut - 1971 München)
Am Chiemsee oder Der Hackstock
Aquarell (nach 1930)
Auf starkem, genarbten Papier. Eine Papierart, welche der Künstler häufig in der Zeit am Chiemsee verwendet hat. (vgl. die Arbeiten in der letztjährigen Ausstellung in der Feldwies/Chiemsee).
Unten rechts monogrammiert : “G”.
Darstellung : 35 × 50 cm
In sehr schöner, völlig farbfrischer Erhaltung.
“DAS KÜNSTLERHAUS GEIGER – DIE BAX :
… Willi Geiger erwarb 1930 in Übersee am Chiemsee ein dreihundertjähriges verfallenes Bauernhaus, die sogenannte Bax, im Ortsteil Baumgarten/Neuwies. Kurz darauf begann er in Zusammenarbeit mit seinem Sohn, Rupprecht, mit dem Wiederaufbau der Ruine. Der Architekturstudent fügte, beeinflusst durch einen Toskanaaufenthalt, südliche architektonische Elemente dem Interieur zu. In der Bax verbrachte Willi Geiger vorwiegend die Zeit des Naziregimes in „innerer Emigration”. Während dieser Zeit wurde die als „Menschlichkeitsoase” bezeichnete Bax zu einem Ort des freien Ideenaustauschs.
Nach dem 2. Weltkrieg als Ferienhaus von der Familie genutzt, wurde die Bax später unter Denkmalschutz gestellt. In den 1980er Jahren führte die Architektin Monika Geiger, Schwiegertochter von Willi Geiger, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im westlichen Teil durch. Für die erste Ausstellung „Willi Geiger in der Bax” im Sommer 2004 wurde die Tenne umgestaltet. Im unveränderten Wohnhaus kann man heute noch die Atmosphäre jener Zeit, als Willi Geiger mit seinen Künstlerkollegen und Freunden um den Tisch saß, erspüren.” (zit. aus der Einladung zur Ausstellung im Sommer 2009, iniitiert von Julia Geiger, der Enkelin von Rupprecht Geiger (1908-2009) sowie der Urenkelin von Willi Geiger).
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