Willi Geiger (1878 Schönbrunn/Landshut - 1971 München)

Am Chiemsee oder Der Hackstock

Aquarell (nach 1930).
Auf starkem, genarbten Papier. Eine Papierart, welche der Künstler häufig in der Zeit am Chiemsee verwendet hat. (vgl. die Arbeiten in der letztjährigen Ausstellung in der Feldwies/Chiemsee).

Unten rechts monogrammiert : “G”.

Darstellung : 35 × 50 cm
In sehr schöner, völlig farbfrischer Erhaltung.

DAS KÜNSTLERHAUS GEIGERDIE BAX :
… Willi Geiger erwarb 1930 in Übersee am Chiemsee ein dreihundertjähriges verfallenes Bauernhaus, die sogenannte Bax, im Ortsteil Baumgarten/Neuwies. Kurz darauf begann er in Zusammenarbeit mit seinem Sohn, Rupprecht, mit dem Wiederaufbau der Ruine. Der Architekturstudent fügte, beeinflusst durch einen Toskanaaufenthalt, südliche architektonische Elemente dem Interieur zu. In der Bax verbrachte Willi Geiger vorwiegend die Zeit des Naziregimes in „innerer Emigration”. Während dieser Zeit wurde die als „Menschlichkeitsoase” bezeichnete Bax zu einem Ort des freien Ideenaustauschs.
Nach dem 2. Weltkrieg als Ferienhaus von der Familie genutzt, wurde die Bax später unter Denkmalschutz gestellt. In den 1980er Jahren führte die Architektin Monika Geiger, Schwiegertochter von Willi Geiger, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen im westlichen Teil durch. Für die erste Ausstellung „Willi Geiger in der Bax” im Sommer 2004 wurde die Tenne umgestaltet. Im unveränderten Wohnhaus kann man heute noch die Atmosphäre jener Zeit, als Willi Geiger mit seinen Künstlerkollegen und Freunden um den Tisch saß, erspüren.” (zit. aus der Einladung zur Ausstellung im Sommer 2009, initiiert von Julia Geiger, der Enkelin von Rupprecht Geiger (1908-2009) sowie der Urenkelin von Willi Geiger).