“Motiv an der Paar in Oberbaiern”
Öl auf Leinwand, unten links signiert und bezeichnet :
“A. Doll / München”.
Darstellung : 40 × 50 cm. – Gerahmt.
Der Titel des Bildes mit Bleistift rückseitig auf dem Keilrahmen (wohl eigenhändig).
Die Leinwand mit Orig.-Stempel der Herstellerfirma : “Mal-Tuch-Fabrik A. Lenck in München. Verdienst-Medaille / Wien 1878”.
Vorliegendes Gemälde ist damit
“nach 1878” zu datieren.
Typisch der lockere, malerische Vortrag des reifen Alterswerks. Die früheren Bilder zeigen sich noch biedermeierlich strenger – mehr “gezeichnet” .
Verschiedene alte Besitzvermerke
auf Keilrahmen und Rahmen.
Unwesentlich geringe Altersspuren.
Sehr schöner Gesamteindruck.
Vita : Anton Doll, der Sohn eines Lehrers, wurde in München geboren. Seine Gymnasialzeit schloß er mit Auszeichnung ab. Schon früh zeigte sich sein Zeichentalent. Dennoch studierte er zunächst Jura, um sich aber dann doch bald der Kunst zuzuwenden. Als Künstler beeinflußten ihn v.a. Michael Neher, Heinrich Bürkel und Adolf Stademann. Im Münchner Kunstverein stellte er ab 1852 seine Aquarelle vor, meist kleine Altmünchner Veduten. Es folgten Mal-Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung Münchens sowie Reisen u.a. ins Inntal, über den Brenner, aber auch an den Bodensee, in die Schweiz und nach Schwaben. – Die Motive, die ihn überaus bekannt und beliebt machten, das waren die harmonisch fein abgestimmten Winterbilder – das einfache Volk beim Eisvergnügen. (Siehe Max Gruber : Anton Doll 1826-1887. Ein Münchner Malerleben, in : Oberbayerisches Archiv, Bd. 101, 1976, Seite 386-461).
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