Kleine Oelstudie auf Malpappe, nicht signiert, jedoch eigenhändig unten links ortsbezeichnet sowie rückseitig mit Nachlaßstempel.
Bildgröße : 18,5 × 25 cm
Am linken Bildrand winzige Farbabsplitterungen, die in der Abb. wesetlich deutlicher ins Auge fallen als “in natura”. Umlaufend leichte Markierungen der Rahmenkanten, welche bei einer erneuten allfälligen Rahmung wieder verdeckt würden.
Rattenberg, Bezirk Kufstein, Tirol, Österreich. Die kleinste Stadtgemeinde Österreichs.
Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr und mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab.
Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.). – Alpinismus, Alpine Malerei, Bergmaler, Bilder vom Berg.