Zuschreibung: Josua v. Gietl (1847 München 1922) : Hochsommer im Moos. - Ölstudie, um 1880-1900

Zuschreibung: Josua v. Gietl (1847 München 1922) : Hochsommer im Moos.

Öl auf Pappe (Studie), um 1880-1900.
Nicht signiert.

Erhaltung : Teils Bereibungen, teils kleinere Retuschen, die jedoch den Gesamteindruck nicht sehr stören.

Vita : Gietl, Josua von, dt. Maler, Jurist, *28.10.1847 München, †10.5.1922 ebd. (begr. auf dem Alten südl. Friedhof). Sohn des Franz Xaver Ritter von G. und der Anna Maria, geb. Pasch. 1858-68 Maximiliansgymnasium in München; Stud.: Univ. München Rechts-Wiss., dann Malerei an der KA bei Wilhelm von Lindenschmit d.J., Adolf Lier und Josef Wenglein. Um 1880 bei Dachau, in der nördl. Umgebung von München (Allach, Lohhof), in Oberbayern (Chiemsee) sowie im Salzkammergut (Gosau) tätig. Beschickte ab 1883 die jährl. Glas-Pal.-Ausst. und des KV in München, ab 1893 die Große Berliner Kunst-Ausst. und 1886 die Jubiläums-Ausst. in Berlin. Mitgl. der Münchner Künstler-Genossenschaft und der Vrg Münchner Aquarellisten. – Typ. Vertreter der späteren Münchner Freilichtmalerei. Die Ölskizzen der 1880er Jahre, die in der Umgebung von Dachau entstanden, zeigen Lsch.-Ausschnitte und Menschen-Darst. in raschem, lockerem Farbauftrag: meist mittelformatige Lsch.-Bilder, häufig mit bäuerl. Motiven als Staffage. Es dominieren großflächige, bewölkte und überwiegend sommerl. Himmel über einem tiefliegenden, weiten Horizont, in dem gelegentl. die Silhouetten von Dörfern auftauchen …”. (Siegfried Weiß, in AKL LIII, 2007, 440)