Michael Lindner (1880 Pechofen/Lk. Tirschenreuth - Weiden - Straubing 1941) : Landschaft (Oberpfalz). - 1921

Michael Lindner (1880 Pechofen/Lk. Tirschenreuth – Weiden – Straubing 1941) :

Landschaft

Im Vordergrund Weiher, im Mittelgrund großes Gehöft od. Schloß, dahinter wohl der Oberpfälzer- od. Bayerische Wald.

Öl auf Holz,
signiert und datiert (‘21) unten links.

Bildmaß : 35 × 50 cm

Erhaltung :
Rundum stark angestaubt. Unten links winzige kl. Farbabsplitterungen. Am rechten Rand mittig ein nur wenig merklicher, horizontaler Riß der Malunterlage. Von der Rückseite her gesehen wird deutlich, dass die beiden Einschubleisten nicht nachträglich angebracht wurden, sondern der Maltträger von vornherein aus zwei Teilen bestand, die vor der Bemalung aneinandergefügt/geleimt wurden. Der Bildträger insgesamt etw. gewölbt/verzogen.

Vita : “Der Maler Michael Lindner führte ein unstetes Leben. Er wurde am 21. Februar 1880 in Pechofen, Landkreis Tirschenreuth, als Sohn des Brauereibesitzers Anton Lindner …. geboren. (N)ach einigen Volksschuljahren durfte er das humanistische Gymnasium in Regensburg besuchen. Er schloss seine Ausbildung dort erfolgreich ab, wollte dann aber weder eine juristische, medizinische noch kirchliche Laufbahn einschlagen, sondern wandte sich der Kunst zu. Schon von Jugend an hatte er gerne gezeichnet und gemalt. So entschloss er sich nach dem Abitur, die Kunstakademie in München zu besuchen. Am 27. November 1914 heiratete Michael Lindner, der das Malen inzwischen zu seinem Beruf gemacht hatte, in Dresden die aus Budweis stammende Luise Koch und zog mit ihr in seinen Heimatort Pechofen. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem Lindner den Sanitätern angehörte, ließ er sich mit seiner Frau zunächst in Mitterteich, dann in Waldsassen nieder. Am 1. November 1931 kam die Familie nach Weiden und wohnte zunächst in der Inneren Vohenstraußer Straße 32, heute Friedrich Ebert-Straße. Von dort erfolgte 1935 der Umzug zum Oberen Markt 5. Weitere Stationen von Michael Lindners Leben waren Marktredwitz, Karlsbad – dort verbrachte er 1939/40 einen längeren Studienaufenthalt – und Straubing, wo er einen künstlerischen Auftrag ausführen sollte. In dieser Stadt verstarb er aber am 15. Februar 1941.

Er malte das Gesicht seiner oberpfälzer Heimat und auch das Gesicht Weidens hielt er in vielen Gemälden fest.” (Entnommen der Internet-Kulturseite der Stadt Weiden. – Zu nennen auch ein Wikipedia-Artikel, indem zudem der Spitzname des Malers (“Kunstmichl”) erwähnt wird.)