Hansl Bock (1893 München-Freising 1973) : Blumenstilleben

Hansl Bock (1893 München-Freising 1973) :

Blumenstilleben

Öl auf Karton/auf Pappe.

Unten links mit Bleistift bezeichnet
(darf als vollgültige Signatur gelten) : Hansl Bock.

Bildmaß : 70 × 50 cm.

Geringe Altersspuren, wie sie bei diesem flüchtig/raschen Farbauftrag nicht ganz ausbleiben können. Die Ecken mit Druckstellen, die Kanten etwas berieben, bei einer allfälligen Rahmung würden diese kleinen Mängel
ohnehin vom Falz überdeckt werden. – Die Rückseite (mit Leinen gegenkaschiert) altfleckig.

Vita : “Bock, Hansl (eigtl. Vogel, Johanna Susanne Maria), dt. Malerin, Aquarellistin, Zeichnerin, *22.9.1893 München, †7.1.1973 Freising. – Biogramm : Tochter der Malerin Johanna Merré, Gattin des Malers Ludwig Bock. Findet durch ihren Stiefvater, den Adolf Münzer-Schüler Franz Hienl-Merré, Zugang zum Kreis der “Scholle”. Schülerin ihres Mannes und von Julius Seyler. Stellt 1927 bei der Münchener Sezession, dann als Mitgl. der “Juryfreien” aus. 1935 letzte Ausst.-Beteiligung. Reisen nach Italien und Spanien. Aufenthalte in Straßburg und Paris, dort seit 1924 eigenes Atelier. – Stilist. und themat. beeinflußt von ihrer Mutter, J. Seyler, L. Bock, später von Utrillo, Matisse und Gauguin. Ihre Handschrift ist geprägt von expressiver Farbigkeit, pastosem Auftrag, spontanem, meist nervösem Duktus, zuweilen mit der Tendenz zum Naiven. V.a. Stadtlandschaften mit Kontrasten von statuar. Archit., bizarren Bäumen und bewegter Staffage. Daneben Blumenstilleben, Figürliches. Sign. ab 1934 in 2. Ehe für kurze Zeit mit “Hansl Bischoff”. Ausstellungen. E: 1974-75 München, Gal. Bernd Dürr: Retr.” (AKL XII, 1996, 43). – Siehe auch : Horst Ludwig (Hg.) Münchner Maler im 19./20. Jh., Bd. 5, 1993, S. 94 mit 3 Abb. von Bildern sowie Signaturfaksimile.

245 EUR