Künstler im Altmühltal

Hl. Walburga - Eichstätt

Oel auf Leinwand.

Ende 18./1. Viertel 19. Jh.
Wie üblich ohne Signatur.

Bildgröße : 55,5 × 41,5 cm.
Die Rahmung aus jüngster Zeit.

Die Leinwand wurde auf Hartfaserplatte aufgezogen.
Ältere Restaurierungen, der Firnis ist teils “eingeschlagen”, daher die Fleckigkeit, die aber ohne erheblichen Aufwand behoben werden kann.

Zur Ikonographie der Hl. Walburga :

“Für das Bild der hl. Walburga hat sich seit dem späten Mittelalter ein fester Typus durchgesetzt : Die Heilige im Habit der Benediktinerinnen ist durch ihren Stab und das Ordensregelbuch als Äbtissin gekennzeichnet, die Krone, zuweilen auch ein Zepter verweist auf ihre vornehme Abkunft. Das Ölfläschchen in seiner charakteristischen bauchigen Form als Hinweis auf den Ölfluss und die Ölspende an die Hilfesuchenden ist das untrügliche Kennzeichen der hl. Walburga …

(D)die Barock- und Rokokozeit (betont) das Bild der mädchenhaften und anmutig, ja zuweilen ätherisch wirkenden Heiligen und kontrastiert es gezielt mit dem strengen schwarzen Habit und der würdevollen Krone.” (Claudia Grund und Emanuel Braun (Red.) : Walburga hilft aus aller Not. Zeugnisse ihrer Verehrung und Verklärung. Ausstellung Diözesanmuseum Eichstätt, 2000; hier Cl. Grund, S. 132 f.)

Die Walburgisfläschchen :
Üblicherweise steht auf dem Regelbuch, das die hl. Walburga in der Rechten hält das sog. Walburgisfläschchen. Die horizontale Anwinkelung des Buch würde sich dafür auch anbieten. Auf vorliegenden Bild aber stehen (dafür ?) gleich drei Fläschchen auf einem beigestellten Tisch. Ob diese drei das eine ersetzten sollten, oder ob das Fläschchen auf dem Buch einer unsachgemäßen Restaurierung zum Opfer gefallen ist, läßt sich zunächst nicht entscheiden. Die Herkunft des Bildes aus dem Eichstätter Raum mit der typ. Kirchenmalerrestaurierung der 60-70 Jahre des letzten Jhs. (Hartfaserplatte) würde dagegen sprechen, dass ein zentrales Attribut der Heiligen aus Unkenntnis übermalt worden sein könnte. Auch die UV-Fluoresz zeigt kein eindeutiges Ergebnis.

Das Bild ist ausgestellt in unserem Schaufenster in Eichstätt, Gabrielistraße,
neben der Apotheke Martin Regensburger





Karl Albert von Baur : An der Altmühl bei Wasserzell

Oel auf Leinwand. Unten links signiert, ohne Datierung – ende 19. Jahrhundert. Auf dem Keilrahmen ein alter Ausstellungs-Klebezettel (nur mehr rudimentär erhalten). Der eigenhändige, handschriftliche Bildtiteleintrag soweit erkennbar : “… Altmühl in W … / Eichstätt”. – Bildgröße: 45 × 62 cm.

An der Altmühl bei Wasserzell.
Ganz nah an der Altmühl hat der Maler die Staffelei aufgestellt. Aus dem niederen Blickpunkt verliert sich der Wasserlauf schon nach der ersten Windung im Wiesengrund. Tonig graubraun der lange Jurarücken. Fahlweiß und schiefergrau die alten Gehöfte, ganz hinten. Der glanzlose Himmel verteilt gleichmäßig mattes Licht. Herbst.

Vita : Karl Albert von Baur. Geboren 1851 in München, gestorben 1907 in Unterammergau. Studium an der Münchener Akademie der Bildenden Künste u.a. bei Wilhelm von Diez und Ludwig von Löfftz. Starke Einflüsse aber vor allem durch seinen Freund Ludwig Willroider. Professorentitel. Präsident der Münchner Künstlergenossenschaft in den Jahren 1903-1906.Teilnahme u.a. an den Glaspalast-Ausstellungen in den Jahren 1883, 1894, 1899, 1903, 1904, 1907, 1908. – Literatur : Thieme-Becker, Bd. III, 1909, S. 91. – Münchner Maler im 19. Jahrhundert (Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst), Bd. 1, S. 67-68 (mit 2 Abbildungen). – Allgemeines Künstlerlexikon (AKL) VII, 1993, 630.

VERKAUFT





Carl Otto Müller 1901-1970

An der Altmühl bei Grösdorf

Oel auf Leinwand.

Monogrammiert und datiert [19]37.

Auf der Leinwandrückseite voll signiert
und datiert “C.O. Müller / 1937”.

Bildgröße : 62 × 46 cm. – Nicht gerahmt.

Literatur :
Wilhelm Rüdiger. Der Maler C.O. Müller.
Ingolstadt, Verlag Donau Courier, 1976.

(SW: Kipfenberg, Kinding, Enkering, Jura, Fränkischer Jura, Jurahöhen, Altmühltal, Altmühljura, Beilngries, Denkdendorf, Gelbelsee, Arnsberg, Titting, Kirchanhausen, Jura)






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