Einladung an den (damaligen) Regierungspräsidenten der Oberpfalz
Dr. Emmerig zu einer Ausstellung in des Künstlers Heimatstadt Hof (Oberfranken).
Filzstift, datiert “1969”.
Postkartenformat (Doppelblatt)
Es ist für uns nicht sicher entscheidbar, ob es sich bei der bildl. Darstellung auf der rechten Seite um einen Orig.-Linolschnitt handelt, oder lediglich um eine zinkographische Hochätzung.
Eigene Signatur u. Datierung auf dem Blatt sprechen immerhin dafür,
dass der Künstler die Darstellung für nicht unbedeutend hielt.
Hermann Erbe-Vogel (geboren in Hof/Ofr. gestorben in Freyung) war u. a. Mitglied der 1946 gegründeten Donauwaldgruppe. 1968 Kulturpreis Ostbayern, 1976 Kulturpreis des Bayerischen Waldvereins.
“Mohn”
Monumentalgemälde in prachtvollem Vergolderrahmen.
Öl auf sehr starker Hartfaserplatte, unten rechts signiert “H. Eller”. Rückseitig eigenhändig betitelt, datiert sowie nochmals signiert.
Bildgröße : 80 × 100 cm
Rahmen : 103 × 123 cm
In einem überaus aufwändigen, breiten, prächtigen Vergolderrahmen, dessen Anfertigung wohl kaum unter 500 Euro möglich sein dürfte.
Bild und Rahmen in bester Erhaltung. – Leider stören in der Abbildung Spiegelungen, die “in natura” freilich nicht vorkommen.
Hermann Eller war u.a. Mitglied im 1966 gegründeten “Bayerwaldkreis”, der bis 1996 bestand. Weitere Künstler in der Vereinigung waren Karl Mader, Gerhard Michel, Hans Wölfl u. Josef Fruth. Die Gemeinschaft bestand bis 1996.
Vita : “Eller, Hermann, dt. Maler, Graphiker, *20.9.1925 Zwiesel, tätig in Deggendorf. Lehre als Elektromonteur. 1943/44 Soldat; ab 1945 französische Kriegsgefangenschaft, dort Arbeit im Bergwerk und erste künstler. Betätigung. Ausst.-Beteiligung in Paris durch Vermittlung des Y.M.C.A. 1947/48 Besuch der Akademie in Lens (Schwerpunkt Portr. und Lsch.). Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft Kontakte zum Maler Karl Alexander Flügel in Ulrichsberg. 1954 Begegnung mit dem Erdinger Tiermaler Franz Xaver Stahl. 1958 erstmals Teilnahme an einer Ausstellung im Haus der Kunst, München. 1964 Einladung in die Villa Massimo nach Rom. Zahlreiche Studienreisen, u.a. Toskana, Paris, Rom, Holland, Jugoslawien, Ägypten, Rumänien, Ungarn, Rußland, Griechenland, CSSR, Türkei. Malt 1967 zusammen mit Edmund Steppes. 1976 Lehrgang für Lithographie und Druckgraphik an der Stuttgarter Akademie bei Eugen Funk …”. (Wilhelm Amann, in : AKL XXXIII, 2002, 295). (SW: Bayerwaldmaler, aber nicht Mitglied der Donau-Wald-Gruppe)
Über H. Eller (aus naher Kenntnis) siehe auch Astrid Zitzelsberger-Eller, in Begleitpublikaton zur Sonderausstellung : Paul Paulus und sein Malerfreund Hermann Eller. – Prien, Galerie im Alten Rathaus, 1990.
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