Alexandra von Berckholtz (1821 Riga/Lettland-1899 München) : Rosen. - Öl/Leinwand, 1887

Alexandra von Berckholtz (1821 Riga/Lettland-1899 München)

Rosen

Öl auf Leinwand,
diese nochmal (alt) auf leinwandbespannten Keilrahmen aufgezogen,
unten rechts signiert und datiert : A. v. Berckholtz 1887.

Bildmaß : 22,5 × 31,5 cm
Keilrahmen : 23,5 × 33 cm
Rahmen : 39 × 47 cm

Das duftige, kleine Gemälde in sehr ansprechender Gesamterhaltung.
Der Rahmen der Zeit (vielleicht sogar der Originalrahmen) passend und gepflegt erhalten.

Signatur und Datierung, die tief in die Farbumgebung eingebettet sind, wurden zur besseren Sichtbarmachung mit Photoshop hochgezogen, wodurch ein unnatürliches Knallrot erscheint. Die vorausgehende Abb. liegt näher an der Originalfarbe.

Vita : Die Familie wanderte 1825 von Riga aus u. ließ sich nach 5 Jahren in Baden nieder. Die Malerin wuchs weiterhin auf in Karlsruhe sowie auf Schloss Ortenberg (bei Offenburg), welches ihr Vater, Baron Gabriel Leonhard v. Berckholtz (1781–1863), von 1833 bis 1843 durch Friedrich Eisenlohr wieder aufbauen ließ. Ihre künstl. Ausbildung erhielt sie u.a. 1841 bei Louis Wagner in Karlsruhe, 1848 bei Joseph Nicolas Robert-Fleury in Paris u. 1854 bei dem hohenzollernschen Hofmaler Richard Lauchert (Karlsruhe). Vermutl. war sie auch Schülerin v. Franz Xaver Winterhalter, Ludwig des Coudres u. Hans Canon. Berckholtz richtete sich ein Atelier auf einem Turm des Schlosses Ortenberg ein, dem sogenannten Malerturm. 1865 ging sie nach München, wo sie von Franz von Lenbach, Vertretern der Piloty-Schule wie Alexander von Liezen-Mayer, der Blumenmalerin Therese Hegg und dem Stilllebenmaler Adam Kurz beeinflusst wurde. Sie malte vor allem repräsentative Persönlichkeiten der Gesellschaft wie auch Familienangehörige, wobei ihr Schwerpunkt auf dem Damenbildnis lag. Daneben entstanden Stillleben in Öl und Tempera sowie zahlreiche Pastelle und Aquarelle. (Vgl. Wikipedia, resp. die jüngst erschienene, umfangreiche Publikation : Natalie Gutgesell: Alexandra von Berckholtz – Malerin und Mäzenin im 19. Jahrhundert. Katalog. Mitteldeutscher Verlag, 2017.)