Theodor Urtnowski (1881 Thorn/Westpreussen - 1963 Danzig) : Danzig / Gdańsk. - Öl/Holz

Theodor Urtnowski
(1881 Thorn/Westpreussen-1963 Danzig/Gdańsk) :

Danzig / Gdańsk

Öl auf Sperrholz,
oben links sowie unten rechts signiert :
Th. Urtnowski / Danzig.

Bildmaß : 90 × 97 cm.
Rahmen : 96 × 104 cm.
Der wohlerhaltene, passende Rahmen wurde in jüngerer Zeit gefertigt.

Auf der Bildrückseite ein alter handschriftlicher Vermerk des Käufers über den Erwerb des Gemäldes : “Diese Bild habe ich Weihnachten 1937 aus Danzig mir vom Maler zuschicken (?) lassen. Im Sommer 1937 habe ich es im Atelier des Malers angekauft”. – Oberhalb des Vermerks offensichtlich die Atelieradresse des Künstlers.

Das Bild könnte vielleicht auch schon etwas vor 1937 gemalt worden sein.

Erhaltung : Kleine Beschädigungen in den äußersten Ecken (im/unterhalb des Rahmenfalzes) sauber behoben. Wenige, professionell ausgeführte Rutschen; mit bloßem Auge nicht merklich.

Sehr ansprechender, geschlossener Gesamteindruck.

Literatur : Vollmer: Allgem. Lexikon der Bild. Künstler des XX. Jahrhunderts, Bd. 4, S. 498 (Schüler von A. Maennichen in Berlin, weitergeb. in Paris. Eines seiner Haupthemen Panoramen, v.a. Ansichten von Danzig. In Velhagen & Klasings Monatsh. 54 – 1939/40 – 193/96, mit 5 Abb).

Aufgrund der Bildgröße ist ein Versand nicht möglich.
Eine kostenfreie Lieferung von 150 km im Umkreis von München ist aber gern.

1750 EUR





Franz Hößl (Eichstätt) : Im Altmühljura. - Aquarell, 1977

Franz Hößl (Eichstätt/Gabrieli-Gym.)

Im Altmühljura

Aquarell auf stark genarbtem/festen Aquarellbütten.

Unterhalb der Mitte/rechts signiert und datiert : Hößl 1977

Bildmaß/Blatt : 16 × 24 cm
Rahmenmaß : 32 × 38 cm

Das Aquarell in sehr schöner/farbfrischer Erhaltung.
Ein feines Blatt!

Die vormals rückseitigen Montierungen mit Tesa wurden abgelöst, die wenigen verbliebenen Reste richten keinen Schaden an. Bei der Ausrahmung wurde das orig. Glas innen gereinigt und anschließend mit dem Passepartout staubfrei verschlossen. – Das alte/schlichte Passep. wurde belassen, auch die zwei kleinen/feinen Glaskratzer (außerhalb der Darstellung) sollten nicht stören.

Auf der vormaligen Rahmenabdeckung die Bleistiftnotiz :
“Im Juni 1979 bei Herrn Hößl gekauft / Herr Hirsch (?) war dabei”.

Unter typischem Aquarellrahmen der Zeit : weiß lackierte, kantige Leiste (minimal berieben).

Die Abb. mit Glas und Rahmen kann nur den Rahmen farbrichtig abbilden, die Spiegelung des Glases verfälscht die Farbstellung des Aquarells – hier weitaus näher die Abb. 1.

75 EUR





Joseph Watter (1838 Regensburg - 1913 München) : Im Schloß. Galanter Herr begegnet galanter Dame. - Öl/Leinwand, um 1900

Joseph Watter (1838 Regensburg – 1913 München)

Im Schloß. Galanter Herr begegnet galanter Dame

Tpyisches Genre des sog. 2. Rokoko.

Öl auf Leinwand,
unten links signiert (in die Farbe geritzt).

Bildmaß : 33 × 25 cm
Rahmen : 35 × 27 cm

Mit den üblichen/typischen Altersspuren : Etwas Krakelee und die Markierung der Keilrahmenschenkel auf der Leinwandrückseite.
Der Rahmen an der linken oberen Ecke mit kleiner Ausbesserung.

Die Farben erscheinen in der Abbildung etwas zu hart, der Gesamteindruck ist deutliche harmonischer.

Joseph Watter, Sohn eines Porzellanmalers. Ab 1856 an der Akademie der Bildenden Künste in München u.a. bei Arthur von Ramberg. Anschließend v.a. Genremalerei. In den 1860er Jahren Mitarbeit bei den ‘Fliegenden Blättern’, 1870-1887 auch Illustrator für die ‘Gartenlaube’. Entwarf auch ‘historisches Porzellan’ für den Königshof sowie Bühnenbilder. Mitarbeit an der Ausgestaltung von Herrenchiemsee und Linderhof (vgl. H. Ludwig, Münchner Maler im 19. Jh., Bd. 4).

245 EUR





Hans Volkert (*1878 Erlangen) : Chiemsee. - Öl/Leinwand, 1920

Hans Volkert (1878 Erlangen)

Blick auf den Chiemsee

Öl auf Leinwand, 1920,
unten links signiert und datiert.
Rückseitig auf dem Rahmen alte Klebezettel,
dort bezeichnet u.a. “Vorfrühling” und “… Chiemsee”,
dazu die Adresse des Künstlers : München Viktor Scheffelstr. 6

Bildmaß : ca. 42 × 45 cm
Rahmen : ca. 58 × 61 cm

Das Gemälde ist ordentlich erhalten.
Die Keilrahmenschenkel markieren leicht auf der Bildseite,
wie üblich bei alt gerahmten Bildern.
Der Rahmen der Zeit gering berieben.

Hans Volkert studierte an der Münchner Kunstakademie und war Mitglied verschied. Künstlergenossenschaften (s. auch Thieme/Becker). Bekannt u.a. auch als Exlibriskünstler.

475 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Winternacht in St. Christoph am Arlberg. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Winternacht in St. Christoph am Arlberg

Aquarell, nicht signiert,
jedoch rückseitig mit Nachlaßstempel.

Um 1920-1925.

Bildmaß : 38 × 56,5 cm.
Das Aquarell auf Papier wurde von C. Kessler auf einen stärkeren Unterlagekarton aufgezogen.

Erhaltung : Teils etwas angestaubt sowie einige leichte, oberflächliche Bereibungen.

Ein vom Wind vom unteren Teil der Haube des Türmchens über das kurze Mauerstück herabgewehtes Schneefähnchen, wirkt auf den ersten Blick wie eine feine Bereibung, tatsächlich aber handelt es sich um “gemalten Schnee”.

Immer in Mappen aufbewahrt, deshalb farbfrisch wie am ersten Tag.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

580 EUR





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : St. Michael in der Wachau. - Mischtechnik, signiert

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 Ulm) :

“St. Michael in der Wachau”

Mischtechnik (Tempera/Aquarell),
am Unterrand ortsbezeichnet und signiert,
wohl 1930-er Jahre.

Darstellung/Blattmaß : 50 × 69,5 cm.

Rückseitig mit dem vollen Namen bezeichnet (einschl. der Atelieradresse: München 13, Adalbertstr. 55/0), betitelt sowie mit kurzen Notaten und Atelierstempel (mehrfach).

Eindringlich zeigt sich in diesem Bild die Position des im Nachhinein so benannten Expressiven Realismus.

Ansprechender, stimmiger Gesamteindruck.
Erhaltung : Das Papier maltechnisch bedingt leicht wellig. In den oberen Ecken feine Japanhinterlegungen, dabei rechts schwache ehemalige Papierfältchen merklich – sonst nur geringe Alterspuren, die bei Blättern dieser Größe kaum ausbleiben.

Vita : “[…] Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. […] Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen […].” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61).

Die Wehrkirche zum Hl. Michael in der Marktgem. Weißenkirchen in der Wachau (Niederösterreich); Filialkirche der Pfarrei Wösendorf im Dekanat Spitz.

450 EUR





Caroline Kubin (1860 Chrudim / Böhmen - 1945 Wien) : Tal im Hochgebirge. - Mischtechnik (Nachlaßstempel)

Karoline / Caroline Kubin (1860 Chrudim / Böhmen – 1945 Wien) :

“Flüchtige Skizze / Tal im Hochgebirge”

Mischtechnik auf Holz
(im oberen Viertel Ölmalerei).

Nicht signiert, jedoch rückseitig Nachlaßstempel :
NACHLASS / CAROLINE / K(UBI)N

Die inneren drei Buchstaben des Nachnamens (in Klammern) ermittelt,
als solche sonst nicht zu entziffern.

Auf altem Klebezettel darunter :
Nr. 303 Flüchtige Skizze / Tal im Hochgebirge / 36 × 46 (cm)
.
.

Rückseitig mit zwei alten/originalen Einschubleisten.
Kaum grundiert, die Holzmaßerung deutlich merklich.

Bildmaß : 46 × 36 cm.

Erhaltung : Am Oberrand mittig links eine daumengroße Fehlstelle.
Mehrere kleine Bereibungen, die sich als aufgehellte Fleckchen erkennbar zeigen; dazu leichte, ganz oberflächlich bleibende Beschabungsstreifen.

Literatur 1 : “Kubin, Karoline, Malerin, *um 1870 Chrudim (Böhmen), Schülerin der Prager Akad., tätig in Prag (1893/96), dann in Wien [1906 Teilnahme an d. Ausstellung d. Wiener Secession; eines ihrer Bilder befindet sich in der Slg. der Österreichischen Galerie, im Belvedere], einige Zeit in München (Mitglied der Luitpoldgruppe). Seit etwa 1905/1917 wieder in Wien ansässig. Malte Genrebilder, Landschaften und Stilleben (meist Blumen). Kstchronik, N. F. XV (1903/04) 10. – Ausstell.Katal.: Berlin. Große Kunstausstellung 1899; München, Sezession 1893, Frühjhars-Ausstellung 1910, Glaspalast 1896, 98, 1903, 04; Prag, Rudolfinum, 65. J.- A. 1904; Wien, Künstlerhaus, Dezember-Ausstellung1893, Weihn.-A.1899, Kunstschau 1908.” (AKL). – Siehe auch : Thieme/Becker 22, 1928. – Fuchs, Maler (19.Jh.) II, 1973.

Literatur 2 : “Karoline Kubin, 22.10.1860 Chrudim (Tschechien), † 12.7.1945 Wien. Nach Studienaufenthalten in Brüssel und Antwerpen wurde sie Schülerin an der Prager Akademie, wo sie bis 1886 tätig war. Danach lebte sie für einige Zeit in Wien und in München, wo sie Mitglied der Luitpoldgruppe wurde. In den 80er und 90er Jahren machten sich Einflüsse ihrer belgischen und Münchner Ausbildung geltend, in Antwerpen scheint F. Khnopff sie stark beeindruckt zu haben. Ab etwa 1905 wieder in Wien ansässig. Karoline Kubin stellte nur selten aus, wie etwa 1906 in der Wiener Secession. Sie unternahm Studienreisen nach Italien mit längeren Aufenthalten in Florenz und Rom. – Kubin malte Genrebilder und Landschaften, deren Motive sie dem Riesengebirge, der Gegend von Fiume und den Alpentälern entnahm, sowie Stilleben, wobei sie Blumenarrangements bevorzugte.” (s. Pappernigg, Michaela (Bearb.)/ Reiter, Cornelia, Bearb. / Kahler, Thomas (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 2: G–K, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1995, S. 275]

350 EUR





Hermann Schlittgen (1859 Roitzsch - 1930 Wasserburg am Inn) : Ziegenhirtin. - Tusche, signiert

Hermann Schlittgen (1859 Roitzsch – 1930 Wasserburg am Inn) :

Ziegenhirtin mit ihrer Herde am Steilhang über der Flußbiegung

Tusche (teils über Bleistift)
unten rechts signiert : H. Schlitten.

Blattmaß : 53,5 × 42 cm
Rahmen : 63 × 51 cm

Die Zeichnung zeitgenösssich/alt auf eine Unterlage aufgelegt/montiert und unter Glas gerahmt. Das Blatt minimal altfleckig und mit leichten Papierfältchen.

Die Zeichnung mit ihrer offenen, freien Strichführung dürfte aus der (späten) Wasserburger Zeit stammen; dafür spricht auch, dass das Bild bislang in einem alten Wasserburger Haus hing.

175 EUR





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : Gardasee / Torbole. - 2 Auquarellstudien auf 1 Blatt

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 Ulm) :

“Vom Gardasee” Torbole

2 Aquarellstudien auf einem Blatt (Vorder- u. Rückseite),
rücks. signiert, betitelt sowie mehrfacher Atelierstempel : Geigenberger / München 13 / Adalbertstr. 55/0.

Nicht datiert : 1930-er Jahre.
Blattmaß : 49 × 66,5 cm.

Erhaltung : Das Blatt (mit FABRIANO-Trockenstempel) etwas angestaubt und altfleckig, am Oberrand ein Papierfältchen, dazu Handhabungsspuren (Fingerknicke etc.) u. einige Kurznotate.

Zu den Abbildungen : Die Detailabb. geben den Papierton farbrichtiger wieder als die Gesamtabb., dort wirkt das Papier zu trocken/weißgrau.

Vita : “[…] Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. […] Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen […].” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61).

155 EUR





[Monogrammist] : E.B. - Niedere Holzhütte mit Bretterzaun (wohl Osteuropa, Russland). - Öl/Leinwand, monogrammiert E.B., dat. 1919

[Monogrammist] : E.B.

Niedere Holzhütte mit Bretterzaun (wohl Osteuropa, Russland).

Öl auf Leinwand,
monogrammiert (E.B) und datiert 1919.

In jüngerer Zeit auf weiße Pappe aufgezogen. Die Pappe steht tls. ein wenig vor, der rechte Bildrand etwas ungleichmäßig beschnitten.

Bildmaß : 14 × 23 cm.
Ansprechender Gesamteindruck.

Im Bild noch deutliche Spuren der Jugendstil – Auffassung.

95 EUR





Rudolf Riemerschmid (1873-1953) : Knabenbildnis. - Öl/Holz, signiert

Rudolph Riemerschmid (1873-1953) :

Knabenbildnis

Wohl der Sohn des Malers vor Chiemgauer Bergen.

Mischtechnik,
unten rechts signiert R/RIEMERSCHMID

Bildmaß (Lichte) : ca. 28 × 37 cm
Rahmen (Außenmaß) : 45 × 55 cm

Unter Glas gerahmt (mit Abstandhalter zum Bild).
Der Rahmen mit dem Etikett des Münchner Rahmenmachers “C. Blecken”.

Die Abstandhalter zum Glas sowie die fein ausgeführte Umbörtelung
der Bildränder kaum merklich (wenige Millimeter) sichtbar.

Bild und Rahmen insgesamt in schöner, sehr gepflegter Erhaltung.

Rudolf Riemerschmid, Vetter von Richard Riemerschmid, Mitglied der Münchner Secession, Ausstellungsbeteiligungen im Glaspalast und beim Künstlerbund. Schüler von Ludwig v. Zumbusch. In Aiterbach (Rimsting) am Chiemsee häufige Treffen u.a. auch mit Robert F. Curry, Edward Cucuel u. Leo Putz (s. Ruth Negendanck, Künstlerlandschaft Chiemsee. Fischerhude 2008, S. 123 f. (mit Abb.)

495 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Rothenburg ob der Tauber / Apothekerhof. - Öl/Leinwand

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Rothenburg ob der Tauber / Apothekerhof

Öl auf Leinwand, signiert unten rechts.
Nicht datiert, um 1925-1935.

Bildmaß : 50 × 68 cm
Ohne Rahmen.

Das Gemälde in sehr schöner, geradezu unberührter Erhaltung,
lediglich die Leinwandrückseite angestaubt.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

395 EUR





Willy Reichert (1937 München - lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn) : Dynamische Komposition

Willy Reichert (1937 München – lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn)

Dynamische Komposition [ohne Titel].

Öl auf Hartfaser.
Signiert und datiert : (19)64.

Bildmaß : 50 × 68 cm.





Oskar Gansloser (1881 Pforzheim - tätig u.a. in Konstanz - 1945) : Die Kirchgasse in Ettlingen bei Nacht. - Öl/Leinwand

Oskar Gansloser (1881 Pforzheim – tätig u.a. in Konstanz – 1945)

Sternennacht. Nachtwächter in einem Altstadtgässchen

(Ettlingen mit der Martinskirche)

Unten rechts signiert in schöner Jugendstilschrift : O. Gansloser

Bildmaß : 65 × 40 cm
Rahmen : 71 × 45,5 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung, nur geringe Altersspuren.
Allerunterster und alleroberster Bildrand mit leichter Rahmenkantenbeschabung (siehe Abb. mit Signatur).

Das Nachtbild läßt sich nicht ganz einfach abbilden,
in natura wirkt das Bild harmonischer, in den Farben weniger hart.

Literatur : Carlo Karrenbauer : Maler sehen den Bodensee. – Konstanz 1991, S. 128 (Kurzeintrag).

450 EUR





ZUSCHREIBUNG : Alfred Junge (1886 Görlitz - 1964 Bad Kissingen) : Lido bei Genua. - Öl/Leinwand/Pappe

ZUSCHREIBUNG : Alfred Junge (1886 Görlitz – 1964 Bad Kissingen) :

“Lido bei Genua”

Öl auf Leinwand auf Pappe,
unten rechts signiert und datiert : A. Junge / 1925 (?)
Rückseitig betitelt.

Erhaltung :

An einigen Stellen die Leinwand von der Pappe gelöst und ganz leicht “angehoben”, aus dem Augenschein kaum bzw. eigentlich nicht merklich.

Der Rahmenausschnitt an einigen Stellen um einige Millimeter zu groß, so dass der Rand des Bild dort nicht ganz überdeckt wird (s. Pfeile Abb. 6).

Vita : “August Alfred Junge (* 29. Januar 1886 in Görlitz; † 21. Juli 1964 in Bad Kissingen war ein deutscher Filmarchitekt mit herausragender Karriere beim britischen Film. – Junge hatte 18-jährig als Schauspieler am Stadttheater seiner Heimatstadt Görlitz begonnen und spielte in der Folgezeit an Provinzbühnen (so zum Beispiel in Oberschlesien, wo er rund um das Jahr 1908 sein Domizil in Beuthen aufgeschlagen hatte).

Nach Kunststudien in Italien
kam Junge nach Berlin, wo er als Bühnenbildner an der dortigen Staatsoper und am Staatstheater arbeitete.

1920 stieß er zum Film. Dort assistierte Junge zunächst dem erfahrenen Architekten-Kollegen Paul Leni, ab 1923 zeichnete er als Chefarchitekt selbst verantwortlich. – Ein früher Förderer Alfred Junges wurde der Regisseur E. A. Dupont, für den der Görlitzer unter anderem die Bauten zu dessen berühmtestem Film Variété entwarf. Daneben war er vor allem für die Regisseure Hans Steinhoff und Erich Waschneck aktiv. Dupont und Junge gingen Ende 1927 nach England, um zwei Filme (Moulin Rouge und Nachtwelt) umzusetzen. Im Anschluss daran kehrten beide wieder nach Berlin zurück. Zwei weitere England-Engagements brachte das Team 1930 erneut auf die Britischen Inseln. Die dort entstandenen Kontakte führten 1932 zu Junges Entschluss, sich in London niederzulassen. Junge wurde am 22. Oktober 1946 eingebürgert.
Die Erfolge in England. – Er fand sofort Anschluss an die britische Filmindustrie und arbeitete zunächst für die Firma Gaumont. Neben zahlreichen schwächeren Filmen designte Junge auch mehrmals die Kulissen für Alfred Hitchcock (dessen Nebenwerk Waltzes from Vienna und die frühen Thriller Der Mann, der zuviel wußte und Jung und unschuldig). Mit dem betulichen Abenteuerstoff King Solomon’s Mines, der vorlagegerechten Adaption von A. J. Cronins sozialkritischem Roman Die Zitadelle und der vielbeachteten, gefeierten Lehrer-Biographie Auf Wiedersehen, Mr. Chips arbeitete sich Junge an die Spitze britischer Filmarchitekten. – 1942 begann eine überaus erfolgreiche Kooperation mit dem Regie- und Produktions-Duo Michael Powell (mit dem er bereits im Jahrzehnt zuvor erstmals zusammengearbeitet hatte) und Emeric Pressburger, für das Alfred Junge in den kommenden vier Jahren einige der vorzüglichsten Farbfilm-Großproduktionen dieses Jahrzehnts ausstattete. Vor allem seine Dekorationen zu dem romantischen Fantasy-Märchen Irrtum im Jenseits – besonders erwähnenswert: die Himmel-Sequenzen, die Junge mit seinem Landsmann Hein Heckroth entwarf – und das im Himalaya-Gebirge in Nordindien angesiedelte Nonnen- und Schuldrama Schwarze Narzisse, für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, gehörten zu den Spitzenleistungen britischer Filmarchitektur der 1940er Jahre. – Nach der Auszeichnung mit dem Akademiepreis benannte die amerikanische Filmgesellschaft MGM Junge zum Leiter der Design-Abteilung ihrer britischen Dependance. In dieser Eigenschaft überwachte er in den kommenden Jahren alle in Großbritannien gedrehten MGM-Produktionen in Bezug auf ihre künstlerische Gestaltung. Seine besten Spätwerke als Szenenbildner umfassten vor allem historische Stoffe, allen voran die beiden prunkvollen Ritterfilme Ivanhoe und Die Ritter der Tafelrunde mit Robert Taylor in der jeweiligen Hauptrolle. Nach dem kommerziellen Misserfolg des als Comeback von David O. Selznick konzipierten, überaus kostspieligen und ambitionierten Hemingway-Remakes In einem anderen Land zog sich Junge 1957 im Alter von 71 Jahren aus dem Filmgeschäft zurück.” (Wikipedia)





[Anonymus] : Die Willibaldsburg bei Eichstätt (Altmühltal). - Öl/Leinwand/Pressspan. - 1963/69

[Anonymus] :

Die Willibaldsburg bei Eichstätt (Altmühltal).

Öl auf Leinwand / auf Pressspan plan aufgezogen, dat. (19)63 od. (19)69.
Die Signatur konnte nicht entziffert werden (P…)

Bildmaß : 38 × 48 cm

Die Bildfläche in guter Erhaltung.
Lediglich am unteren re. “Rahmen-Eck” rückseitig kleine Bestoßung.

Ein furios expressives Gemälde bei dem nicht die topographische Genauigkeit im Vordergrund steht, aber dennoch ein gültiger Eindruck der Altmühljuralandschaft erzeugt wird.





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Wallgau mit Wetterstein. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Wallgau mit Wetterstein”

Aquarell, signiert,
rückseitig eigenhändig ortsbezeichnet.
Um 1925-1935

Darstellung/Blatt : ca. 36,5 × 50,5 cm.

In der oberen Hälfte es linken Bildrandes feines/vertikales Papierfältchen. Die äußersten Ecken etwas angestoßen (s. Abb. 2).

Wallgau in Sommer, Winter und v.a. Spätwinter, ein Motiv, das C. Kessler immer wieder aufs Neue angegangen ist.

Umgebung : Krün, Mittenwald, Eschenlohe, Oberau, Farchant, Ohlstadt, Jachenau, Schlehdorf, Schwaigen, Garmisch-Partenkirchen, Ettal, Kochel am See, Großweil, Oberammergau, Murnau am Staffelsee, Seehausen am Staffelsee, Riegsee

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

175 EUR





Joseph Sebastian Felix Breidtenauer (getauft 1761 Eichstätt - Wien 1829) : Hermes und Argus. - Pinsel (Grisaille), 1797

Joseph Sebastian Felix Breidtenauer (getauft 1761 Eichstätt – Wien 1829)

[Mythologie : Hermes und Argus]

Pinselzeichnung (Grisaille).

Am unteren Darstellungsrand rechts signiert und datiert :
“Joseph Breidenauer … 1797”

Blattmaß : 36,5 × 46,5 cm.

Wasserzeichen am rechten Blattrand :
C & I HONIG / Wappen mit Lilie (jeweils angeschnitten).

Das Blatt mit mäßigen Papierknitterspuren.
In der vertikalen Mitte Filmoplast-Hinterlegung (= Glättung einer Mittelfalte, kein Riss). Risshinterlegung jedoch am rechten Rand (ca. 3 cm in die Darstellung reichend) und bildseitig auch merklich.

In weitläufiger arkad. Landschaft im Vordergr. rechts der Götterbote Hermes (geflügelter Helm/Merkurstab/Flügelschuhe); mit seinem Flötenspiel hat er den Hirten Argus eingeschläfert. Zwischen beiden das Vieh des Hirten mit der in eine Kuh verwandelten Io. Hermes wird sie befreien u. Argus töten.

Vita : “Die Eltern waren der aus Hochaltingen im Ries als Geselle nach Eichstätt zugezogene Bildhauer Joseph Anton Breitenauer (1722–1785) u. seine Ehefrau, die Eichstätter Bäckerstochter Maria Anna geb. Baier (1728–1790). Joseph Sebastian hatte sieben Geschwister, unter ihnen Ignaz Alexander Breitenauer (1757–1838), der wie der Vater als Bildhauer in Eichstätt wirkte, u. Franz Xaver Breitenauer (1765–1823), der an der Kaiserlichen Akademie in Wien als Bildhauer lehrte. In Eichstätt ist Joseph Breitenauer als Zeichner und Kupferstecher bis 1789 nachgewiesen. Dann ging er nach Wien, wo er 1797 in den Schülerverzeichnissen der Kaiserl. Akad. der bildenden Künste verzeichnet ist und in der Folgezeit als „sehr geschickter Zeichner und Kupferstecher“ wirkte. Auf dem Breitenauer’schen Familiendenkmal in der Kloster- u. Pfarrkirche St. Walburg, geschaffen 1821 von Ignaz Alexander, ist Joseph Sebastian mit Geburtsdatum als zweitletzter verzeichnet. In einem Wiener Künstlerverzeichnis von 1821 ist er als „Porträt-Maler“ genannt, wohnhaft in der Josephstadt Nr. 74. Er starb 1829 verarmt in Wien. Ob er sich, wie im Sterbeeintrag des Magistrats vermerkt, als „Zeichenmeister“ der Wiener Akademie betätigte, ist weiter nicht belegt.
Sein Werk ist nahezu unbekannt geblieben. Vier Zeichnungen, die sich in der Graphischen Sammlung der Universitätsbibliothek Eichstätt befinden und den Namen „Jose: Breüdeneüer“ aufweisen, werden ihm zugeschrieben. 1974 wurde eine größere Tuschmalerei (als Kupferstich-Entwurf?) der Seleukiden-Sage erstmals beschrieben, die laut Erläuterung am Bildrand von „Joseph Breitenauer à Eichstaedt 1785“ geschaffen wurde und ihm (und nicht seinem im August des gleichen Jahres verstorbenen Vater) zugeschrieben wird” (Wikip.)





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Im Donaumoos (?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

Im Donaumoos (?)

Aquarell, unten links signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste (Kastenrahmen), dürfte wohl vom Künstler selbst so ausgesucht worden sein.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß leicht übergangen.

Bild und Rahmen in gepflegt stimmiger Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf den Abbildungen zu sehen sind, haben rein wiedergabetechn. Gründe.

225 EUR





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Talblick (Altmühltal?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

“Talblick”

Auf der Rahmenleiste rücks. so bezeichnet.
Der gegenüberliegende Höhenrücken legt nahe, dass es sich um
einen Blick ins Altmühltal handelt.

Aquarell, unten rechts signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste. Die Rahmung stammt offensichtl. vom Künstler selbst.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß übergangen.

Das leichte Altersspuren zeigende Passepartout (kleine Pünktchen u. zwei minimale Wasserrändchen an der äußersten Unterkante) wurde belassen.

Bild und Rahmen in einer gepflegten, stimmigen Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf der Abb. mit Rahmen zu sehen sind, haben abbild.-techn. Gründe.

195 EUR





Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau - 1998) : Küchenstilleben / Zwiebelsück. - Öl auf Leinwand, 1981

Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau – 1998) :

Küchenstilleben / Zwiebelstück

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert und datiert (19)81.

Bildmaß : 18 × 24 cm
Rahmen : 29 × 35 cm

Das kleine Gemälde in unberührt schöner Erhaltung.
Wuchtiger, tiefgekehlter, rustikaler, alter Rahmen (durchaus passend).

Inge Scharl war zusammen mit ihrem Ehemann, Rudolf Scharl, 24 Jahre im Künstlerring Eichstätt aktiv; in Neuburg gehörten beide zu den Mitbegründern der “Neuburger Zwölf”.

Die Abb. ohne Rahmen stellt das Bild farbrichtiger dar, als diejenige mit Rahmen.

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : St. Antönien/Graubünden. - Öl auf Leinwand (Studie)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

St. Antönien / Graubünden

Öl auf Leinwand (Studie),
nicht signiert.

Bildmaß/Leinwand : 30 × 40 cm.

Bildseitig ortsbezeichnet, verso Nachlaßstempel.

Ca. 1920-1930.

Auf der bloßen Leinwand, ohne Keilrahmen etc.
Typisch für Studien die Nadeleinstiche in den äußersten Ecken.
Insgesamt in schöner/unberührter Erhaltung.

Alpine Malerei. Schneebilder. Bergbilder. Alpenmaler.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913. – Horst Ludwig (Hg.): Lexikon der Münchner Kunst (Bruckmann).





Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951 Mchn.) : Kapelle in Mühldorf/bei Halfing (Chiemgau)

Hans Huber-Sulzemoos (1873-1951 Mchn.)

Die Kapelle “Unserer Lieben Frau” in Mühldorf/bei Halfing (Chiemgau)

Öl auf Papier auf Pappe,
signiert u. ortsbezeichnet.

Rückseitig mit handschriftlicher Widmung :
“Hochwürdigsten Herrn Stadtpfarrer Aflons Pöhlein herzlichst gewidmet
von Familie Gregor Huber-Sulzemoos. – Obermenzing im September 1956.”

Darstellung : 35 × 50 cm.
Rahmen : 45 × 69 cm

Der Firnis teils leicht eingeschlagen (d.h. dort nicht glänzend).
Vor allem in der Himmelspartie längliche/flache Druckstellen,
die wohl schon ursprünglich vorhanden waren und auch nicht sehr stören.
Die im Bild verteilten hellen Stellen (bes. im Acker) dürften maltechnisch bedingt sein.

Alles in allem stimmiger Gesamteindruck mit angenehmem Altersschmelz.

Vita : “Hans Huber-Sulzemoos (* 21. März 1873 in Sulzemoos; † 7. März 1951 in München) war ein deutscher Kinderbilder-, Blumen-, Madonnen- und Landschaftsmaler. Er pflegte hauptsächlich die christliche Kunst. Er war der Sohn des Sulzemooser Land- und Gastwirts Martin Huber und dessen Ehefrau Theresia, geb. Parl […] Ab 1888 studierte er an der Münchner Akademie und in der privaten Malschule von Anton Ažbe […]

Der Künstler unternahm mit seinem Freund Matthäus Schiestl ausgedehnte Studienreisen durch Deutschland, Italien und England, dabei interessierten sich die beiden Künstler insbesondere für alte Kapellen und Bildwerke alter Meister. Hans Huber-Sulzemoos, der in dankbarer Erinnerung an seine Kindheit den Namen seines Geburtsortes seinem Namen hinzufügte, hatte u.a. mehrere Altarbilder geschaffen […] Neben seinen unzähligen Bildern der christlichen Kunst hatte Hans Huber-Sulzemoos immer wieder das Dachauer Moos gemalt. Der Künstler stellte 1908 das erste mal zwei Bilder („Primula Auricula“ und „am Waldesrand“) im Münchner Glaspalast aus, diese wurden nach wenigen Tagen beide verkauft […] Anfang der 1920er Jahre hatte er die von Bischof Michael Buchberger in den katholischen Bekenntnisschulen Bayern eingeführte Bibel illustriert […] Hans Huber-Sulzemoos Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof München-Obermenzing …”

Bad Endorf, Schonstett, Höslwang, Amerang, Söchtenau, Vogtareuth, Wasserburg am Inn, Prien, Rimsting, Wasserburg am Inn

375 EUR





ZUSCHREIBUNG : Feri/Ferdinand Schwarz (1869 Moskau-1923 Wien) : Locarno/Tessin. - Zwei Ölstudien, 1918

Zuschreibung : Feri (Ferdinand) Schwarz 1869 Moskau – 1923 Wien)

Locarno/Tessin : Weiden und Rebstöcke im Schnee

2 Ölstudien,
jeweils Öl auf Malpappe.

Das kleinere Bild unsigniert, die größere Darstellung
unten links signiert, datiert und ortsbezeichnet :
“F. Schwarz 1919 / Locarno” (die Ortsbez. unterhalb des Rahmenfalzes).

Bildmaße : 27 × 20,5 cm und 22 × 16 cm
In schmalen, älteren Blattgoldrahmen (v.a. die Gehrungen mit deutl. Altersspuren).

Zwei feine Kunststücke in schöner Erhaltung.

Die Signatur erinnert an Ferdinand Schwarz, genannt Feri Schwarz (1869 Moskau – 1923 Wien), vgl. Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts (F. Schwarz, eigentl. ein Aquarellist; die stark graphische Auffassung, die sich in den beiden kleinen Gemälden ausdrückt, läßt aber die Hand von Feri Schwarz nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen).





Paul Hey (1867 München - 1962 Gauting), Zuschreibung : PALSWEIS (Gem. Bergkirchen/bei Dachau). - Tempera, wohl 1940er Jahre

Paul Hey (1867 München – 1962 Gauting), Zuschreibung :

Palsweis mit der Kirche St. Urban.

Erinnerert sehr an Paul Hey.

Tempera, wohl Anfang/Mitte 1940-er Jahre.

Ohne Signatur oder sonstiger Bezeichnung.
Bildmaß : 34 × 65 cm. Auf starkem Karton.

Die weiße Umrandung an zwei Seiten beschnitten, Kanten gering berieben.
Die Farbauslassungen, die den Malgrund durchscheinen/mitspielen lassen (v.a. in der Himmelspartie), sind beabsichtigt.

Insgesamt in sehr ansprechender Erhaltung.

Die beiden Detailabbildungen sind wesentlich farbrichtiger als die Gesamtaufnahme.

Palsweis, Gemeinde Bergkirchen/Olching/Lk. Dachau.

265 EUR






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