Schwarzer Wasserschlagrahmen : um 1900

Schwarzer Wasserschlagrahmen : um 1900

Hartholz (wohl Birne o.ä.) auf Weichholz.
Schmaler Waschgoldschlips an drei Seiten.

Außenmaß : 41 × 34 cm
Falzmaß : 30,7 × 22,2 cm
Lichte : 28 × 20 cm
Schenkelbreite : 6 cm

Sollte eines der Maße 100% millimetergenau sein müssen,
dann bitte um Anfrage (v.a. bzgl. des Falzmaßes bzw. des nötigen Spielraumes,
der hier ungefähr mit 2 Millimeter gemessen ist).

Erhaltung :

Einige mäßige Kratzer bzw. Bereibungen.
Die beiden oberen Gehrungen gering geöffnet, jedoch fest/stabil.
Ca. 10 unbedeutende/unauffällige kleine Wurmlöchlein.

Alles in allem sehr stimmiger, ansprechender und gepflegter Gesamteindruck.

Neugotik, Gotik, Wasserschlagprofil, Profilrahmen

145 EUR





Ferdinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) : Russischer General (?) - Aquarell/Bleistift

Ferdinand Karl/Carl Klimsch (1812 Böhmisch-Leipa-1890 Frankfurt a.M.) :

Wohl : Russischer General zu Pferd
(ggf. nehmen wir eine Berichtigung unserer Vermutung gern entgegen).

Aquarell über Bleistift.
Studie in Minaturformat.

Darstellung/Blatt : 10,5 × 6,5 cm
Unterlagekarton : 13 × 8,5 cm

Auf der Rückseite der Unterlage handschriftlich :
“Aus dem Skizzenbuch meines Vaters F.C. Klimsch (1812-90) / Molly Engesser / geb. Klimsch”.

Emilie/Molly Klimsch/Engesser : 20. Mai 1861 – 8. November 1937.

Aus einer Folge von kleinen Studien, die Militärs u.a. vor allem aus der Zeit des
Deutsch-Französischen Krieges 1870-1871 darstellen.

Erhaltung :
Alt auf Unterlagekarton aufgezogen.
Wenige minimale Altfleckchen.

Vita des Künstlers : “Ferdinand Karl Klimsch (* 12. Dezember 1812 in Böhmisch-Leipa; † 14. September 1890 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher. Er war der Begründer der Frankfurter Unternehmer- und Künstlerfamilie Klimsch. Ferdinand Karl Klimsch entstammt einer evangelischen böhmischen Familie und übersiedelte aus seiner Heimat zunächst nach Dillenburg, um dort eine lithografische Anstalt zu eröffnen. Im Jahr 1837 zog er nach Frankfurt am Main, wo er für Bernhard Dondorf arbeitete. Er entwarf und stach ab 1848 die Motive der Banknoten für Hessen-Kassel, für Hessen-Darmstadt und war zudem an deren Herstellung im Auftrag der Frankfurter Bank beteiligt. Im Jahr 1858 gründete Ferdinand Klimsch wieder eine eigene lithografische Firma in der Frankfurter Alten Mainzer Gasse. Er führte dort seine Arbeiten zur Banknotenherstellung fort, fertigte aber auch Buchillustrationen, Lithografien, Ölgemälde und Aquarelle an.” (Wikip.)

115 EUR





[Anonymus / engl. Aquarellist] : Bruges (Brugge/ Brügge/Belgien/Belgique/Belgium). - Aquarell, 19. Jh.

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[Anonymus – Englischer Aquarellist / English watercolorist]

“Bruges”
Brügg, /Brugge, Belgien, Belgium, Belgique

Vor einger Zeit konten wir ein Aquarell anbieten, das zweifellos vom selben Künstler stammte u. das rückseitig eine Beschriftung in engl. Sprache aufwies, somit kann für die Autorenschaft auch hier ein engl. Aquarellist angenommen werden – vielleicht im Umkreis/Circle James Duffield Harding (?)

Aquarell / Watercolor, 1. Hälfte 19. Jh.,
rückseitig mit Bleistift ortsbezeichnet :
“Bruges” sowie mit der Nr. “131” versehen.

Bildmaß / image size : 10,2 × 14,5 cm

Erhaltung/Condition : Am äußersten Rand (ca. 3 mm) umlaufend ganz feine Aufhellung, herrührend von einem – inzwischen abgelösten – Natronpapierstreifen, der zur Befestigung unter Passepartout diente. – Around the outermost edge of the sheet light-stained.

Das Aquarell, mit ganz wenigen Abweichungen, äußerst ähnlich dem Stahlstich “Brügge”, erschienen 1835 in “Meyers Universum oder Abbildung und Beschreibung des Sehenswerthesten und Merkwürdigsten der Natur und Kunst auf der ganzen Erde”.

Die zeichnerische und v.a. koloristische Qualität (die Stahlstiche in “Meyers Universum” sind ausschließlich unkoloriert erschienen) weist nicht auf eine Kopie o.ä. hin – eher auf eine Studie/Vorarbeit zum Stahlstich.

“Die Bildvorlagen für die Ansichten in ‘Meyers Universum’ muß man … in England vermuten. In Deutschland waren, als Meyer mit seinem ‘Universum’ begann, zunächst noch keine wesentlichen Stahlstichbücher erschienen, die als Vorlagen hätten dienen können … Die englischen Verleger entsandten ihre besten Zeichner wie Batty, William Bartlett, Allom. (Angelika Marsch : Meyer’s Universum. Ein Beitrag zur Geschichte des Stahlstichs und des Verlagswesens im 19. Jahrhundert. Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1972, S. 39).

245 EUR





Vera Southby (bzw. Vera Hartmann-Southby), 1895-1987: Chinese Portrait. - Oil on canvas, signed

Vera Southby (verheiratet : Vera Hartmann-Southby), 1895-1987

“Chinese Portrait”

Öl auf Leinwand/Oil on canvas.
Ca. 1925-1935.

Unten rechts signiert / signed lower right : SOUTHBY.

Rückseitig Galeriezettel mit der Betitelung und der Namensnennung
“Vera Hartmann” sowie Klebeetikett des Rahmenmachers :
Mörgeli-Rahmen Zürich.

Bildmaß / Image size : 40 × 50 cm.
Rahmen / Frame : 73,5 x 63,5 cm.

Oben links neben dem Kopf minimal kleine Farbabplatzungen,
sonst in schöner, unberührter Erhaltung.

Der gute Vergolderahmen in den Silberpartien teils leicht bestoßen. – Die weiß/grauen Partien rundum stark berieben.

Referenz :
An exhibition of the works of Vera Southby (Mrs. Ake Hartman) in China and the Far East (painted in the 1920, 30’s and 50’s) : Monday October 30th to Saturday November 11th 1978. – Catalogue (Martyn Gregory Gallery), London.

Etwa ab 1925/1927 lebte Vera Southby(-Hartmann) in China und malte u.a. am Yangtze (Jangtse) in Tiensin (Tianjin) und Peking. Nach einer zeitweiligen Rückkehr nach Europa ging sie wohl um 1935 wieder nach China.





[Anonymus] : Mann mit Haube (Pierrot?). - Aquarell, Mitte 20. Jh.

[Anonymus] :

Mann mit Haube (Pierrot?)

Aquarell mit etwas Deckweiß, 2. Hälfte 20. Jh.
ohne Bezeichnung.

Bildmaß/Blatt : 27 × 19 cm.

Das Blatt maltechn. bedingt etwas faltig, v.a. an den Blatträndern.

Ein feines Kunststück!

85 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) : Ulrichsburg in den Vogesen / Elsass. - Aquarell, ca. 1925

Carl Kessler (1876 Coburg-1968 München) :

“Ulrichsburg in den Vogesen”

Die Ruine der Ulrichsburg (Château de Saint-Ulrich) bei Ribeauvillé / Rappoltsweiler) im Elsass, hoch über dem Strengbachtal.

Aquarell.

Signatur aus unerklärlichen Gründen ausgekratzt.
Verso von Carl Kessler jedoch mit Nachlaßstempel sowie eigenhändig betitelt
und mit einem (alten) Preis versehen.

Um 1925.

Blattmaß : 40 × 53,5 cm

Einige wenige Flecken. Eine kleine, bildseitig nicht merkliche Randhinterlegung,
sonst in gutem Erhaltungszustand.

Die Authentizität des Blattes kann garantiert werden!
Es stammt aus dem von uns verwalteten Kessler-Nachlaß – die Elsass-
und Vogesenaquarelle bilden eine nicht unerhelblichen Teil daraus.

Die beiden Detailabbildung sind farbrichtiger als die Gesamtabb.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).





Zuschreibung : Carl Suhrlandt (1828 Ludwigslust-1919 Kochel am See) : Orientalin (Studie). - Öl/Malpappe

Zuschreibung :

Carl Suhrlandt (1828 Ludwigslust-1919 Kochel am See) :

Orientalin (Studie)

Öl auf Malpappe, ohne Signatur.

Nach Auskunft des Vorbesitzers
im Umkreis der Familie des Künstlers erworben.

Bildmaß : 48,5 × 24 cm
Vergolderrahmen : 56,5 × 32,5 cm

So dynamischer wie kräftiger Farbauftrag, von hoher Präsenz, die sich in der Abbildung nur abgeschwächt wiedergeben läßt. – Bild und Rahmen in schöner Erhaltung (mit der Quarzlampe geprüft).

Vita : “Suhrlandt, Carl, Maler,*10. 7. 1828 Ludwigslust, †11. 2. 1919 Kochel, Oberbay., Sohn des Rudolph u. der Wilhelmine. Schüler von Ary Scheffer in Paris, 1859/60 in Kopenhagen, 1861 in St. Petersburg zum Mitglied der Akademie ernannt. Dann in Schwerin tätig, 1874 Professor. Malte bes. Pferde u. Hunde, hielt sich mehrmals längere Zeit in England als Pferdemaler der Aristokratie auf. Malte auch Historien- u. Bildnisse. Siedelte 1898 nach München über. Im Museum am Alten Garten in Schwerin: Galilei im Gefängnis, 1853 in Paris gemalt. Lit.: Weilbach, Nyt Dansk Kunstnerlex., II (1896) 611.- Boetticher, Malerwerke d. 19. Jahrh., 11/2 (1901). – Das geist. Deutschland, 1898. – Die Dioskuren, hg. v. Schasler, 16 (1871) 3. – Kstchronik, 9 (1874) 257, 371; 10 (1875) 249. – Meckl. Ztg V. 26. 2. 1931. – Kst- u. Gesch.-Denkm. Mecklenb.-Schwerin, III 299. – Kat. Gem.-Gal. Schwerin, 1884 p. 100; 1890 p. 89. – Führer d. d. Landesmus. Schwerin (Schloßmus.), 1926, p. 34. – F. Bulgakoff, Unsere Kstler (russ.), 1889/90.” (AKLONLINE; ThB XXXII, 1938, 280)

Ergänzungen : Carl Suhrlandt, Sohn d. Hofmalers Rudolph Suhrlandt u. seiner Frau, der Lithografin Wilhelmine Suhrlandt (1803–63). Ersten Zeichenunterricht bei seinem Vater, später Studium d. Bildhauerei bei Christian Daniel Rauch in Berlin. 1851 Reise nach Paris, dort Stud. der Malerei bei Ary Scheffer. 1859/60 in Kopenhagen, 1861 St. Petersburg, dort Mitglied der Kaiserlichen Kunstakademie. Anschließend in Schwerin, 1874 von Großherzog Friedrich Franz II. zum Professor ernannt. 1898 Umzug nach München (vgl. Wikip.)

Orientalismus, Russland, Südrussland

375 EUR





Roland Becker (*1934 Nürnberg) : Rieshofen im Altmühltal

Roland Becker (*1934 Nürnberg) :

“Rieshofen im Altmühltal”

Acryl,
signiert und datiert : 1986.
Rückseitig auf Klebezettel nochmals bezeichnet, mit abweich. Datierung : 1987.

Bild : 41 × 54 cm
Rahmen : 48 × 60 cm

Bild und Rahmen rundum in schöner Erhaltung.

Ausbildung an der Fachschule für Grafik in Nürnberg sowie Studium der Malerei bei A. Rappl, A. Gering und G. Weidenbacher. Seit 1963 freischaffender Maler und Grafiker tätig. An Kollektivausstellungen seit 1952 beteiligt, Einzelausstellungen ab 1963.

Umgebung : Walting, Kipfenberg, Gungolding, Eichstätt, Beilngries, Isenbrunn, Pfalzpaint

95 EUR





Franz Hößl (Eichstätt) : Im Altmühljura. - Aquarell, 1977

Franz Hößl (Eichstätt/Gabrieli-Gym.)

Im Altmühljura

Aquarell auf stark genarbtem/festen Aquarellbütten.

Unterhalb der Mitte/rechts signiert und datiert : Hößl 1977

Bildmaß/Blatt : 16 × 24 cm
Rahmenmaß : 32 × 38 cm

Das Aquarell in sehr schöner/farbfrischer Erhaltung.
Ein feines Blatt!

Die vormals rückseitigen Montierungen mit Tesa wurden abgelöst, die wenigen verbliebenen Reste richten keinen Schaden an. Bei der Ausrahmung wurde das orig. Glas innen gereinigt und anschließend mit dem Passepartout staubfrei verschlossen. – Das alte/schlichte Passep. wurde belassen, auch die zwei kleinen/feinen Glaskratzer (außerhalb der Darstellung) sollten nicht stören.

Auf der vormaligen Rahmenabdeckung die Bleistiftnotiz :
“Im Juni 1979 bei Herrn Hößl gekauft / Herr Hirsch (?) war dabei”.

Unter typischem Aquarellrahmen der Zeit : weiß lackierte, kantige Leiste (minimal berieben).

Die Abb. mit Glas und Rahmen kann nur den Rahmen farbrichtig abbilden, die Spiegelung des Glases verfälscht die Farbstellung des Aquarells – hier weitaus näher die Abb. 1.

75 EUR





Hans Volkert (*1878 Erlangen) : Chiemsee. - Öl/Leinwand, 1920

Hans Volkert (1878 Erlangen)

Blick auf den Chiemsee

Öl auf Leinwand, 1920,
unten links signiert und datiert.
Rückseitig auf dem Rahmen alte Klebezettel,
dort bezeichnet u.a. “Vorfrühling” und “… Chiemsee”,
dazu die Adresse des Künstlers : München Viktor Scheffelstr. 6

Bildmaß : ca. 42 × 45 cm
Rahmen : ca. 58 × 61 cm

Das Gemälde ist ordentlich erhalten.
Die Keilrahmenschenkel markieren leicht auf der Bildseite,
wie üblich bei alt gerahmten Bildern.
Der Rahmen der Zeit gering berieben.

Hans Volkert studierte an der Münchner Kunstakademie und war Mitglied verschied. Künstlergenossenschaften (s. auch Thieme/Becker). Bekannt u.a. auch als Exlibriskünstler.

275 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Winternacht in St. Christoph am Arlberg. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Winternacht in St. Christoph am Arlberg

Aquarell, nicht signiert,
jedoch rückseitig mit Nachlaßstempel.

Um 1920-1925.

Bildmaß : 38 × 56,5 cm.
Das Aquarell auf Papier wurde von C. Kessler auf einen stärkeren Unterlagekarton aufgezogen.

Erhaltung : Teils etwas angestaubt sowie einige leichte, oberflächliche Bereibungen.

Ein vom Wind vom unteren Teil der Haube des Türmchens über das kurze Mauerstück herabgewehtes Schneefähnchen, wirkt auf den ersten Blick wie eine feine Bereibung, tatsächlich aber handelt es sich um “gemalten Schnee”.

Immer in Mappen aufbewahrt, deshalb farbfrisch wie am ersten Tag.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

580 EUR





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : St. Michael in der Wachau. - Mischtechnik, signiert

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 Ulm) :

“St. Michael in der Wachau”

Mischtechnik (TGouache/Aquarell),
am Unterrand ortsbezeichnet und signiert,
wohl 1930-er Jahre.

Darstellung/Blattmaß : 50 × 69,5 cm.

Rückseitig mit dem vollen Namen bezeichnet (einschl. der Atelieradresse: München 13, Adalbertstr. 55/0), betitelt sowie mit kurzen Notaten und Atelierstempel (mehrfach).

Eindringlich zeigt sich in diesem Bild die Position des im Nachhinein so benannten Expressiven Realismus.

Ansprechender, stimmiger Gesamteindruck.
Erhaltung : Das Papier maltechnisch bedingt leicht wellig. In den oberen Ecken feine Japanhinterlegungen, dabei rechts schwache ehemalige Papierfältchen merklich – sonst nur geringe Alterspuren, die bei Blättern dieser Größe kaum ausbleiben.

Vita : “[…] Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. […] Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen […].” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61).

Die Wehrkirche zum Hl. Michael in der Marktgem. Weißenkirchen in der Wachau (Niederösterreich); Filialkirche der Pfarrei Wösendorf im Dekanat Spitz.

450 EUR





Caroline Kubin (1860 Chrudim / Böhmen - 1945 Wien) : Tal im Hochgebirge. - Mischtechnik (Nachlaßstempel)

Karoline / Caroline Kubin (1860 Chrudim / Böhmen – 1945 Wien) :

“Flüchtige Skizze / Tal im Hochgebirge”

Mischtechnik auf Holz
(im oberen Viertel Ölmalerei).

Nicht signiert, jedoch rückseitig Nachlaßstempel :
NACHLASS / CAROLINE / K(UBI)N

Die inneren drei Buchstaben des Nachnamens (in Klammern) ermittelt,
als solche sonst nicht zu entziffern.

Auf altem Klebezettel darunter :
Nr. 303 Flüchtige Skizze / Tal im Hochgebirge / 36 × 46 (cm)
.
.

Rückseitig mit zwei alten/originalen Einschubleisten.
Kaum grundiert, die Holzmaßerung deutlich merklich.

Bildmaß : 46 × 36 cm.

Erhaltung : Am Oberrand mittig links eine daumengroße Fehlstelle.
Mehrere kleine Bereibungen, die sich als aufgehellte Fleckchen erkennbar zeigen; dazu leichte, ganz oberflächlich bleibende Beschabungsstreifen.

Literatur 1 : “Kubin, Karoline, Malerin, *um 1870 Chrudim (Böhmen), Schülerin der Prager Akad., tätig in Prag (1893/96), dann in Wien [1906 Teilnahme an d. Ausstellung d. Wiener Secession; eines ihrer Bilder befindet sich in der Slg. der Österreichischen Galerie, im Belvedere], einige Zeit in München (Mitglied der Luitpoldgruppe). Seit etwa 1905/1917 wieder in Wien ansässig. Malte Genrebilder, Landschaften und Stilleben (meist Blumen). Kstchronik, N. F. XV (1903/04) 10. – Ausstell.Katal.: Berlin. Große Kunstausstellung 1899; München, Sezession 1893, Frühjhars-Ausstellung 1910, Glaspalast 1896, 98, 1903, 04; Prag, Rudolfinum, 65. J.- A. 1904; Wien, Künstlerhaus, Dezember-Ausstellung1893, Weihn.-A.1899, Kunstschau 1908.” (AKL). – Siehe auch : Thieme/Becker 22, 1928. – Fuchs, Maler (19.Jh.) II, 1973.

Literatur 2 : “Karoline Kubin, 22.10.1860 Chrudim (Tschechien), † 12.7.1945 Wien. Nach Studienaufenthalten in Brüssel und Antwerpen wurde sie Schülerin an der Prager Akademie, wo sie bis 1886 tätig war. Danach lebte sie für einige Zeit in Wien und in München, wo sie Mitglied der Luitpoldgruppe wurde. In den 80er und 90er Jahren machten sich Einflüsse ihrer belgischen und Münchner Ausbildung geltend, in Antwerpen scheint F. Khnopff sie stark beeindruckt zu haben. Ab etwa 1905 wieder in Wien ansässig. Karoline Kubin stellte nur selten aus, wie etwa 1906 in der Wiener Secession. Sie unternahm Studienreisen nach Italien mit längeren Aufenthalten in Florenz und Rom. – Kubin malte Genrebilder und Landschaften, deren Motive sie dem Riesengebirge, der Gegend von Fiume und den Alpentälern entnahm, sowie Stilleben, wobei sie Blumenarrangements bevorzugte.” (s. Pappernigg, Michaela (Bearb.)/ Reiter, Cornelia, Bearb. / Kahler, Thomas (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 2: G–K, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1995, S. 275]

350 EUR





Hermann Schlittgen (1859 Roitzsch - 1930 Wasserburg am Inn) : Ziegenhirtin. - Tusche, signiert

Hermann Schlittgen (1859 Roitzsch – 1930 Wasserburg am Inn) :

Ziegenhirtin mit ihrer Herde am Steilhang über der Flußbiegung

Tusche (teils über Bleistift)
unten rechts signiert : H. Schlitten.

Blattmaß : 53,5 × 42 cm
Rahmen : 63 × 51 cm

Die Zeichnung zeitgenösssich/alt auf eine Unterlage aufgelegt/montiert und unter Glas gerahmt. Das Blatt minimal altfleckig und mit leichten Papierfältchen.

Die Zeichnung mit ihrer offenen, freien Strichführung dürfte aus der (späten) Wasserburger Zeit stammen; dafür spricht auch, dass das Bild bislang in einem alten Wasserburger Haus hing.

175 EUR





Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn - 1946 Ulm) : Gardasee / Torbole. - 2 Auquarellstudien auf 1 Blatt

Otto Geigenberger (1881 Wasserburg am Inn – 1946 Ulm) :

“Vom Gardasee” Torbole

2 Aquarellstudien auf einem Blatt (Vorder- u. Rückseite),
rücks. signiert, betitelt sowie mehrfacher Atelierstempel : Geigenberger / München 13 / Adalbertstr. 55/0.

Nicht datiert : 1930-er Jahre.
Blattmaß : 49 × 66,5 cm.

Erhaltung : Das Blatt (mit FABRIANO-Trockenstempel) etwas angestaubt und altfleckig, am Oberrand ein Papierfältchen, dazu Handhabungsspuren (Fingerknicke etc.) u. einige Kurznotate.

Zu den Abbildungen : Die Detailabb. geben den Papierton farbrichtiger wieder als die Gesamtabb., dort wirkt das Papier zu trocken/weißgrau.

Vita : “[…] Ausbildung an der KGS München bei Maximilian Dasio; dann Stud.: TU ebd. […] Mit dem Bruder August G. Gründung einer kunstgewerblichen Werkstätte für Kinderbuch-Illustrationen und Spielzeugentwürfe. Läßt sich 1905 in München nieder und beginnt zu malen […] Zahlr. Reisen ins europ. Ausland. Preise: 1928 Nürnberg, Albrecht-Dürer-Medaille; 1934 Rompreis; Mitgl. der Münchner und Berliner Sezession (Freundschaft mit Max Liebermann). 1943 Mal- und Verkaufsverbot. 1946 wird er von der Stadt Ulm beauftragt, Ansichten der zerstörten Stadt zu malen […].” (Susanna Partsch, in AKL LI, 2006, 61).

155 EUR





[Monogrammist] : E.B. - Niedere Holzhütte mit Bretterzaun (wohl Osteuropa, Russland). - Öl/Leinwand, monogrammiert E.B., dat. 1919

[Monogrammist] : E.B.

Niedere Holzhütte mit Bretterzaun (wohl Osteuropa, Russland).

Öl auf Leinwand,
monogrammiert (E.B) und datiert 1919.

In jüngerer Zeit auf weiße Pappe aufgezogen. Die Pappe steht tls. ein wenig vor, der rechte Bildrand etwas ungleichmäßig beschnitten.

Bildmaß : 14 × 23 cm.
Ansprechender Gesamteindruck.

Im Bild noch deutliche Spuren der Jugendstil – Auffassung.

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Rothenburg ob der Tauber / Apothekerhof. - Öl/Leinwand

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Rothenburg ob der Tauber / Apothekerhof

Öl auf Leinwand, signiert unten rechts.
Nicht datiert, um 1925-1935.

Bildmaß : 50 × 68 cm
Ohne Rahmen.

Das Gemälde in sehr schöner, geradezu unberührter Erhaltung,
lediglich die Leinwandrückseite angestaubt.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

295 EUR





Willy Reichert (1937 München - lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn) : Dynamische Komposition

Willy Reichert (1937 München – lebt und arbeitet in Wasserburg am Inn)

Dynamische Komposition [ohne Titel].

Öl auf Hartfaser.
Signiert und datiert : (19)64.

Bildmaß : 50 × 68 cm.





Oskar Gansloser (1881 Pforzheim - tätig u.a. in Konstanz - 1945) : Die Kirchgasse in Ettlingen bei Nacht. - Öl/Leinwand

Oskar Gansloser (1881 Pforzheim – tätig u.a. in Konstanz – 1945)

Sternennacht. Nachtwächter in einem Altstadtgässchen

(Ettlingen mit der Martinskirche)

Unten rechts signiert in schöner Jugendstilschrift : O. Gansloser

Bildmaß : 65 × 40 cm
Rahmen : 71 × 45,5 cm

Das Gemälde in guter Erhaltung, nur geringe Altersspuren.
Allerunterster und alleroberster Bildrand mit leichter Rahmenkantenbeschabung (siehe Abb. mit Signatur).

Das Nachtbild läßt sich nicht ganz einfach abbilden,
in natura wirkt das Bild harmonischer, in den Farben weniger hart.

Literatur : Carlo Karrenbauer : Maler sehen den Bodensee. – Konstanz 1991, S. 128 (Kurzeintrag).

275 EUR





ZUSCHREIBUNG : Alfred Junge (1886 Görlitz - 1964 Bad Kissingen) : Lido bei Genua. - Öl/Leinwand/Pappe

ZUSCHREIBUNG : Alfred Junge (1886 Görlitz – 1964 Bad Kissingen) :

“Lido bei Genua”

Öl auf Leinwand auf Pappe,
unten rechts signiert und datiert : A. Junge / 1925 (?)
Rückseitig betitelt.

Erhaltung :

An einigen Stellen die Leinwand von der Pappe gelöst und ganz leicht “angehoben”, aus dem Augenschein kaum bzw. eigentlich nicht merklich.

Der Rahmenausschnitt an einigen Stellen um einige Millimeter zu groß, so dass der Rand des Bild dort nicht ganz überdeckt wird (s. Pfeile Abb. 6).

Vita : “August Alfred Junge (* 29. Januar 1886 in Görlitz; † 21. Juli 1964 in Bad Kissingen war ein deutscher Filmarchitekt mit herausragender Karriere beim britischen Film. – Junge hatte 18-jährig als Schauspieler am Stadttheater seiner Heimatstadt Görlitz begonnen und spielte in der Folgezeit an Provinzbühnen (so zum Beispiel in Oberschlesien, wo er rund um das Jahr 1908 sein Domizil in Beuthen aufgeschlagen hatte).

Nach Kunststudien in Italien
kam Junge nach Berlin, wo er als Bühnenbildner an der dortigen Staatsoper und am Staatstheater arbeitete.

1920 stieß er zum Film. Dort assistierte Junge zunächst dem erfahrenen Architekten-Kollegen Paul Leni, ab 1923 zeichnete er als Chefarchitekt selbst verantwortlich. – Ein früher Förderer Alfred Junges wurde der Regisseur E. A. Dupont, für den der Görlitzer unter anderem die Bauten zu dessen berühmtestem Film Variété entwarf. Daneben war er vor allem für die Regisseure Hans Steinhoff und Erich Waschneck aktiv. Dupont und Junge gingen Ende 1927 nach England, um zwei Filme (Moulin Rouge und Nachtwelt) umzusetzen. Im Anschluss daran kehrten beide wieder nach Berlin zurück. Zwei weitere England-Engagements brachte das Team 1930 erneut auf die Britischen Inseln. Die dort entstandenen Kontakte führten 1932 zu Junges Entschluss, sich in London niederzulassen. Junge wurde am 22. Oktober 1946 eingebürgert.
Die Erfolge in England. – Er fand sofort Anschluss an die britische Filmindustrie und arbeitete zunächst für die Firma Gaumont. Neben zahlreichen schwächeren Filmen designte Junge auch mehrmals die Kulissen für Alfred Hitchcock (dessen Nebenwerk Waltzes from Vienna und die frühen Thriller Der Mann, der zuviel wußte und Jung und unschuldig). Mit dem betulichen Abenteuerstoff King Solomon’s Mines, der vorlagegerechten Adaption von A. J. Cronins sozialkritischem Roman Die Zitadelle und der vielbeachteten, gefeierten Lehrer-Biographie Auf Wiedersehen, Mr. Chips arbeitete sich Junge an die Spitze britischer Filmarchitekten. – 1942 begann eine überaus erfolgreiche Kooperation mit dem Regie- und Produktions-Duo Michael Powell (mit dem er bereits im Jahrzehnt zuvor erstmals zusammengearbeitet hatte) und Emeric Pressburger, für das Alfred Junge in den kommenden vier Jahren einige der vorzüglichsten Farbfilm-Großproduktionen dieses Jahrzehnts ausstattete. Vor allem seine Dekorationen zu dem romantischen Fantasy-Märchen Irrtum im Jenseits – besonders erwähnenswert: die Himmel-Sequenzen, die Junge mit seinem Landsmann Hein Heckroth entwarf – und das im Himalaya-Gebirge in Nordindien angesiedelte Nonnen- und Schuldrama Schwarze Narzisse, für die er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, gehörten zu den Spitzenleistungen britischer Filmarchitektur der 1940er Jahre. – Nach der Auszeichnung mit dem Akademiepreis benannte die amerikanische Filmgesellschaft MGM Junge zum Leiter der Design-Abteilung ihrer britischen Dependance. In dieser Eigenschaft überwachte er in den kommenden Jahren alle in Großbritannien gedrehten MGM-Produktionen in Bezug auf ihre künstlerische Gestaltung. Seine besten Spätwerke als Szenenbildner umfassten vor allem historische Stoffe, allen voran die beiden prunkvollen Ritterfilme Ivanhoe und Die Ritter der Tafelrunde mit Robert Taylor in der jeweiligen Hauptrolle. Nach dem kommerziellen Misserfolg des als Comeback von David O. Selznick konzipierten, überaus kostspieligen und ambitionierten Hemingway-Remakes In einem anderen Land zog sich Junge 1957 im Alter von 71 Jahren aus dem Filmgeschäft zurück.” (Wikipedia)





[Anonymus] : Die Willibaldsburg bei Eichstätt (Altmühltal). - Öl/Leinwand/Pressspan. - 1963/69

[Anonymus] :

Die Willibaldsburg bei Eichstätt (Altmühltal).

Öl auf Leinwand / auf Pressspan plan aufgezogen, dat. (19)63 od. (19)69.
Die Signatur konnte nicht entziffert werden (P…)

Bildmaß : 38 × 48 cm

Die Bildfläche in guter Erhaltung.
Lediglich am unteren re. “Rahmen-Eck” rückseitig kleine Bestoßung.

Ein furios expressives Gemälde bei dem nicht die topographische Genauigkeit im Vordergrund steht, aber dennoch ein gültiger Eindruck der Altmühljuralandschaft erzeugt wird.





Joseph Sebastian Felix Breidtenauer (getauft 1761 Eichstätt - Wien 1829) : Hermes und Argus. - Pinsel (Grisaille), 1797

Joseph Sebastian Felix Breidtenauer (getauft 1761 Eichstätt – Wien 1829)

[Mythologie : Hermes und Argus]

Pinselzeichnung (Grisaille).

Am unteren Darstellungsrand rechts signiert und datiert :
“Joseph Breidenauer … 1797”

Blattmaß : 36,5 × 46,5 cm.

Wasserzeichen am rechten Blattrand :
C & I HONIG / Wappen mit Lilie (jeweils angeschnitten).

Das Blatt mit mäßigen Papierknitterspuren.
In der vertikalen Mitte Filmoplast-Hinterlegung (= Glättung einer Mittelfalte, kein Riss). Risshinterlegung jedoch am rechten Rand (ca. 3 cm in die Darstellung reichend) und bildseitig auch merklich.

In weitläufiger arkad. Landschaft im Vordergr. rechts der Götterbote Hermes (geflügelter Helm/Merkurstab/Flügelschuhe); mit seinem Flötenspiel hat er den Hirten Argus eingeschläfert. Zwischen beiden das Vieh des Hirten mit der in eine Kuh verwandelten Io. Hermes wird sie befreien u. Argus töten.

Vita : “Die Eltern waren der aus Hochaltingen im Ries als Geselle nach Eichstätt zugezogene Bildhauer Joseph Anton Breitenauer (1722–1785) u. seine Ehefrau, die Eichstätter Bäckerstochter Maria Anna geb. Baier (1728–1790). Joseph Sebastian hatte sieben Geschwister, unter ihnen Ignaz Alexander Breitenauer (1757–1838), der wie der Vater als Bildhauer in Eichstätt wirkte, u. Franz Xaver Breitenauer (1765–1823), der an der Kaiserlichen Akademie in Wien als Bildhauer lehrte. In Eichstätt ist Joseph Breitenauer als Zeichner und Kupferstecher bis 1789 nachgewiesen. Dann ging er nach Wien, wo er 1797 in den Schülerverzeichnissen der Kaiserl. Akad. der bildenden Künste verzeichnet ist und in der Folgezeit als „sehr geschickter Zeichner und Kupferstecher“ wirkte. Auf dem Breitenauer’schen Familiendenkmal in der Kloster- u. Pfarrkirche St. Walburg, geschaffen 1821 von Ignaz Alexander, ist Joseph Sebastian mit Geburtsdatum als zweitletzter verzeichnet. In einem Wiener Künstlerverzeichnis von 1821 ist er als „Porträt-Maler“ genannt, wohnhaft in der Josephstadt Nr. 74. Er starb 1829 verarmt in Wien. Ob er sich, wie im Sterbeeintrag des Magistrats vermerkt, als „Zeichenmeister“ der Wiener Akademie betätigte, ist weiter nicht belegt.
Sein Werk ist nahezu unbekannt geblieben. Vier Zeichnungen, die sich in der Graphischen Sammlung der Universitätsbibliothek Eichstätt befinden und den Namen „Jose: Breüdeneüer“ aufweisen, werden ihm zugeschrieben. 1974 wurde eine größere Tuschmalerei (als Kupferstich-Entwurf?) der Seleukiden-Sage erstmals beschrieben, die laut Erläuterung am Bildrand von „Joseph Breitenauer à Eichstaedt 1785“ geschaffen wurde und ihm (und nicht seinem im August des gleichen Jahres verstorbenen Vater) zugeschrieben wird” (Wikip.)





Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau) : Im Donaumoos (?) - Aquarell

Rudolf Scharl (1925-2014, Neuburg a.d. Donau)

Im Donaumoos (?)

Aquarell, unten links signiert : R. Scharl

Bildmaß : 30 × 40 cm
Rahmen : 50 × 60 cm

Das Aquarell in schöner/farbfrischer Erhaltung.

Unter Passepartout und Glas gerahmt, in einer schlicht weiß gefassten, kantig/tiefen Leiste (Kastenrahmen), dürfte wohl vom Künstler selbst so ausgesucht worden sein.

Unsererseits wurde der Rahmen geöffnet, das Glas innen gereinigt, Passepartout und Glas staubfrei verschlossen und der Rahmen gleichfarbig weiß leicht übergangen.

Bild und Rahmen in gepflegt stimmiger Erscheinung.
Das Aquarell ist im Augenschein leuchtender als es die Digitalaufnahme zeigen kann. – Die verschiedenen Schatten, die auf den Abbildungen zu sehen sind, haben rein wiedergabetechn. Gründe.

145 EUR





Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau - 1998) : Küchenstilleben / Zwiebelsück. - Öl auf Leinwand, 1981

Inge Scharl (~ 1938 Neuburg a. d. Donau – 1998) :

Küchenstilleben / Zwiebelstück

Öl auf Leinwand,
unten rechts signiert und datiert (19)81.

Bildmaß : 18 × 24 cm
Rahmen : 29 × 35 cm

Das kleine Gemälde in unberührt schöner Erhaltung.
Wuchtiger, tiefgekehlter, rustikaler, alter Rahmen (durchaus passend).

Inge Scharl war zusammen mit ihrem Ehemann, Rudolf Scharl, 24 Jahre im Künstlerring Eichstätt aktiv; in Neuburg gehörten beide zu den Mitbegründern der “Neuburger Zwölf”.

Die Abb. ohne Rahmen stellt das Bild farbrichtiger dar, als diejenige mit Rahmen.

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : St. Antönien/Graubünden. - Öl auf Leinwand (Studie)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

St. Antönien / Graubünden

Öl auf Leinwand (Studie),
nicht signiert.

Bildmaß/Leinwand : 30 × 40 cm.

Bildseitig ortsbezeichnet, verso Nachlaßstempel.

Ca. 1920-1930.

Auf der bloßen Leinwand, ohne Keilrahmen etc.
Typisch für Studien die Nadeleinstiche in den äußersten Ecken.
Insgesamt in schöner Erhaltung.

Alpine Malerei. Schneebilder. Bergbilder. Alpenmaler.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913. – Horst Ludwig (Hg.): Lexikon der Münchner Kunst (Bruckmann).

185 EUR






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